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Alisha Bionda KUSS DER VERDAMMNIS BLITZ-Verlag Den Leser erwartet mit diesem Buch keine traditionelle Vampir-Story. Auch Action wird kaum geboten, dafür aber eine atmosphärisch dicht erzählte Handlung. Die Heldin der neuen Serie gehört dabei nicht gerade zu den „Guten“, wenn man sie aus Sicht der Menschen betrachtet, denn für Dilara sind selbige Nahrung und Lebenselexier, bestenfalls dafür geeignet, ein wenig Abwechslung in den bisweilen tristen Alltag einer jahrhunderte alten Vampirin zu bringen. Diese arrogant-herabwürdigende Haltung „uns“ gegenüber, mag den Leser zunächst abschrecken – doch mal ehrlich: Wir verhalten uns den Tieren ja auch nicht anders gegenüber. Auch die Story, um Roderick Herrington, der mehr und mehr dem Zauber Dilaras erliegt und dabei herausfindet, dass ihn mit dem Volk der Nosferati mehr verbindet, als ihm lieb ist, hat mir gut gefallen und bietet sehr interessante Ansätze. Dieser Part enthält die Horror-Elemente der Geschichte, welche ansonsten nur in Antediluvians Azteken-Ritualen enthalten sind. Womit dieses Buch fast schon übersättigt ist, sind die träumerischen, romantischen Gedanken und Gefühle Dilaras gegenüber ihrem Geliebten Calvin. Für eine 400 Jahre alte Blutsaugerin verhält sie sich manchmal recht pubertär und die Frotzeleien zwischen den beiden Partnern wirkt an einigen Stellen eher albern und unpassend. Das liegt möglicherweise daran, dass die Beziehung zwischen den Charakteren zu schnell und zu intensiv aufgebaut wird. Das Ende kann man als solches nicht bezeichnen und kommt sehr abrupt. Man merkt, dass die Serie aufgebaut wird und einen starken zyklenhaften Charakter besitzt. © Ripper |