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Zwei Rezensionen verfügbar. |
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Horror, Paperback Judastöchter fügt sich gekonnt in Markus Heitz’ geschaffene Welt ein. Wer sich auf den Roman einlässt, sollte unbedingt Kinder des Judas und Judassohn gelesen haben, um ein besseres Verständnis zu erlangen. Man kann den Roman auch ohne das Vorwissen lesen, doch dann fehlt ein wesentliches Lesevergnügen für Gruselfans. Dies gilt ebenfalls für die weiteren Bücher aus seiner Feder, Ritus und Sanctum. In ihnen finden sich Einzelheiten und Informationen über die Figur Eric von Kastell. Eric ist ein Wandler, der sich erhofft, den Dämon in sich zu besiegen, indem er das aus dem Blut von Christus hergestellte Heilmittel einnahm. Leider nicht sehr erfolgreich. Weit erfolgreicher ist jedoch die Jagd auf andere Wandelwesen, die er in den Jahrhunderten seines Lebens perfektionieren konnte. Die eigentliche Hauptperson ist sicherlich die tragische Figur Theresia, kurz Sia genannt, Sarkowirtz aus Leipzig. Sie ist diejenige, die unter den Vampiren am weitesten entwickelt ist und ihres Wissens nach die Letzte der Judaskinder. Ihr Kampf gegen die Vampirkinder und Vampirnachfolger ist noch lange nicht beendet. Zwar hat ihr ärgster Widersacher, ihr Bruder Marek, das Zeitliche gesegnet, doch ist Theresia weiterhin in Kämpfe verwickelt. Ihre Hauptaufgabe sieht sie jedoch darin, dass Emma Krakow und ihre siebenjährige Tochter Elena, die letzten ihrer Blutlinie, nicht unter dem Fluch leiden und das schreckliche Erbe an sie übergeben wird. Emma Karkow liegt im Koma, und so bleibt Sia nichts anderes übrig, als sich besonders intensiv um die Tochter Elena zu kümmern. Elena ist von der Vorstellung besessen, selbst zur Judastochter zu werden. Um dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen, versucht sie sich in ein Eisloch zu stürzen, um schneller zu erfrieren. Gerade zu diesem Zeitpunkt erhält sie Besuch von ein paar unangenehmen Gesellen. Nach einem heftigen Kampf wird das Mädchen vom ehemaligen Butler Harm Byrnes gerettet und im Laufe der Zeit nach Irland gebracht. Aber auch Emma wird aus dem Krankenhaus entführt und Sia folgt den Spuren nach Irland. In Irland wird sie in die Auseinandersetzungen zwischen Vampiren und Gestaltwandlern gezogen. Mit ihren Nachkommen als Druckmittel soll sie verschiedene Wandler umbringen. Nur so könnte Sia das Leben ihrer beiden Lieben retten. Für Sia beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Werden Mutter Emma und Tochter Elena nicht gerettet, könnten sie zu Töchtern des Judas werden. Nach ihrem eigenen Ehrenkodex wäre Sia gezwungen, die beiden umzubringen. Bei ihrer Suche lernt sie Eric von Kastell kennen, der sich nach anfänglichem Misstrauen als vertrauenswürdiger und ebenbürtiger Verbündeter herausstellt. Er unterstützt sie bei ihrem Rachefeldzug. Gemeinsam mischt das ungleiche Paar die irische Nachtszene auf und geraten dabei in die Intrigen einer geheimnisvollen Verschwörung. Ihnen wird schnell klar, sie werden als Waffen in einer Auseinandersetzung, deren Grund sie nicht kennen, eingesetzt. Und sie wissen (noch) nicht, wer auf wen zielt. Nur eines ist klar, sie müssen schnell handeln. Sia tötet skrupellos, vor allem um Emma und Elena zu befreien. Markus Heitz zieht alle Register seiner Erzählkunst und fackelt nicht lange, als es blutrünstig und actionreich darum geht, ein furioses Finale in der Welt von Vampiren und Gestaltwandlern durchzuführen. Diesmal verzichtet er auf eine historische Rückschau, denn für das Ende der Erzählung ist es nicht mehr notwendig. Alles, was über die Vergangenheit gesagt werden musste, wurde gesagt. Somit spielt die Handlung in der Jetztzeit. Damit ist die Handlung gestraffter und übersichtlicher, gleichzeitig aber auch schneller. Das schließt Anspielungen auf andere Romane von Markus Heitz nicht aus. |
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Markus HeitzJudastöchter Horror, Hardcover Nach dem Anschlag auf ihre Nachkommen Emma und Elena hat Sia nur noch ein Ziel: Die beiden zu schützen und Sorge dafür zu tragen, dass der Keim in ihnen nicht erweckt wird. Denn wenn Emma und ihre Tochter zu Judastöchtern werden würden, müsste Sia sie umbringen, damit sie nicht das gleiche Schicksal erleiden wie sie selbst. Mit Judastöchter legt Markus Heitz den vorerst letzten Band aus der Vampirreihe vor und bringt die Handlung zu einem gekonnten Abschluss. Wobei dieser Abschluss auch als ein Neubeginn angesehen werden könnte, aber das ist eine andere Geschichte. Markus Heitz bedient sich in dem Roman all der Vorteile, die er im Vorfeld für die Vampirin herausgearbeitet hat, und lässt sie manchmal über sich hinauswachsen. Die Misserfolge, die sie dennoch hinnehmen muss, lassen die Judastochter in meinen Augen darum sehr glaubhaft erscheinen. Sia muss um Hilfe bitten, um überhaupt agieren zu können und kann ihre Aufgabe dennoch nicht zufriedenstellend erfüllen. Dieser Ausgleich zu all ihren übernatürlichen Kräften ist dem Autor meines Erachtens besonders gut gelungen. Nach der Lektüre von Judastöchter habe ich nun auch nicht mehr so ein gespaltenes Verhältnis zu dem Roman Judassohn, denn im Abschlussband wird der Sinn des Vorgängerromans innerhalb der Serie sehr deutlich. Der Werdegang verschiedener Protagonisten führt einige von ihnen im letzten Buch noch einmal zusammen, wobei die Hinführung auf diese Begegnungen in allen vorherigen Romanen vorbereitet wurde. So kam es dann zu einigen Aha-Effekten, die den Lesespaß auf unterhaltsame Weise unterstützten. Markus Heitz führt viele Dinge aus den vorherigen Büchern zusammen und bildet aus den einzelnen Romanen eine Einheit, dessen Komplexität man als Leser tatsächlich teilweise vor Augen geführt bekommen muss, um sie in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Zu bemängeln habe ich an diesem Buch etwas, was mir vorher in keinem anderen Roman von Markus Heitz auffiel. Er wiederholte sich bei einigen Details, als ob der Leser innerhalb von wenigen Seiten vergessen könnte, warum beispielsweise Sia keinen Fluss überqueren kann. Selbst wenn ich es aus vorherigen Romanen nicht gewusst hätte, hätte mir ein einmaliger Hinweis darauf genügt. Insgesamt erschien mir der ganze Roman – nicht nur - dadurch manchmal künstlich etwas in die Länge gezogen, wenn ich mir den Vergleich mit Ritus und Sanctum an dieser Stelle erlauben darf. Fazit:
Copyright © 2011 by Anke Brandt |