Markus K. Korb
Edgar Allan Poes Phantastische Bibliothek
Band 9
Grausame Städte II
Cover, Illustrationen und Satz: Mark Freier
Mystery/ Horror, Paperback
Blitz-Verlag, Februar 2008
256 Seiten/ 9,95 €
ISBN: 9783898409292
Bei »Grausame Städte II« handelt es sich um eine Kurzgeschichtensammlung, die sich überwiegend mit den beiden Städten Prag und Paris befasst, darüber hinaus aber auch je eine Exkursion in die USA und – unterschiedlicher könnte es gar nicht sein – nach Unterfranken bietet.
In acht Geschichten verbindet der Autor alte Legenden und zeitlosen Horror, mal verpackt in das quirlige Leben moderner Großstädte, dann wieder beschaulicher eingebettet in Orte der Vergangenheit.
Damit könnte ich die Bewertung abschließen, denn wer den Autor kennt der weiß, dass er solide, atmosphärisch dichte und nie langweilige Lesekost geboten bekommt.
Auch das vorliegende Buch bildet keine Ausnahme. Die acht Geschichten sind von so unterschiedlicher Natur, dass man stets aufs Neue gespannt ist, was einen erwartet. Hinzu kommt, dass Korb geschickt mit der Sprache jongliert. Mal getragen und eher ruhig, dann wieder direkt und erfreulich deutlich.
Anders an »Wasserscheu« hat Korb diesmal mehr Wert auf überraschende Wendungen gelegt. Die Geschichten sind nicht mehr so vorhersehbar, so dass sie wirklich bis zum Schlusspunkt unterhalten und dem Leser mehr als einmal einen Aha-Effekt bieten.
Die beiden eingestreuten Exkurse, die jeweils den Prag- und Paris-Part abschließen, lockern den Band auf. Sie führen weg von den Orten, die man in drei Geschichten zuvor besucht hat, und geleiten den Leser in eine völlig neue Umgebung. Gerade noch Eiffelturm, plötzlich ein Highway in den Staaten. Gut ist, dass der Autor zwar die Location wechselt, nicht aber den Stil.
Das Buch an sich ist im typischen Paperback-Format gedruckt und gut verarbeitet. Die Illustrationen von Mark Freier sind stimmungsvoll und unterstreichen die Atmosphäre des Werks.
Fazit:
Einmal mehr ein sehr guter Band von Markus K. Korb, den sich kein Fan atmosphärischer Horror-Geschichten entgehen lassen sollte.
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© Gunter Arentzen
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