Gunter Arentzen
Das Schwert des Erzengels
Die Schatzjägerin, Band 8
Paperback
Romantruhe, Kerpen-Türmich, Dezember 2007
166 Seiten / 9,95 €
ISBN: 9783937435329
Britische Agenten im Irak sind auf eine Gruppe gestoßen, die sich Sucher des Schwertes nennen, und sie konnten herausfinden, dass diese Gruppe nach dem Schwert des Erzengels Michael sucht, da es ihrer Meinung nach unter dem heißen Wüstensand liegen soll. Patricia Cameron, ehemalige Offizierin und Pilotin, erhält vom MI6 den Auftrag, dieses Schwert zu suchen. Als sie sich weigert, wird sie zwangsweise zur Reserve eingezogen, um den Auftrag zu erfüllen.
In der Nähe der Stadt Basra angekommen stellt Patricia fest, dass es einen Verräter in den eigenen Reihen gibt. Auf der Suche nach dem Schwert des Erzengels gerät sie zusammen mit der Ex-Söldnerin Sharon in ein fremdes Land. Nach kurzer Zeit wird den beiden Frauen klar, dass es sich dabei um den Garten Eden handelt ...
Patricia Cameron tritt das Erbe von Jaqueline Berger an und ermittelt ab sofort im Auftrag der englischen Regierung nach verschollenen und unentdeckten Schätzen ...
Gunter Arentzen liefert mit „Das Schwert des Erzengels“ einen kurzweiligen Serienroman im „Indiana Jones“-Gewand ab, der sich flüssig lesen lässt. Dabei verquickt der Autor Unterhaltung und mythologische Fakten. In diesem Band ist es u.a. ein Pergament, in dem eine Stadt, die sich einst im „Tal der Schlachten“ befunden haben soll. Es ist von sumerischen Rollsiegeln die Rede, einer speziellen From der Schriftrollen, und darin von der „goldenen Kugel der Anunna“, die den Weg zum „alten Heim der Götter“ weisen soll. Enki, jener Gott, der auch im Gilgamesch-Epos die Sinflut vorhersagt, findet ebenso Erwähnung, wie die Geschichte der Verbannung der Menschen aus dem Paradies – und genau das ist der Bogen zu dem Plot dieses Bandes. Als Jahwe die Menschen aus dem Garten Eden verbannt und den Eingang durch Cherubim mit flammenden Schwert bewachen lässt.
Aber auch der „Chaosdrachenkampf“ bleibt nicht ungenannt.
Der Autor zieht Parallelen zwischen der sumerisch-babylonischen Mythologie und jener, die im Alten Testament zu finden ist und verzahnt dieses mit einer flotten Abenteuerhandlung.
Patricia Cameron der Schatzjägerin, stehen die Ex-Söldnerin Sharon Walker, die nun auch in den Diensten der CIA tätig ist, und der junge Pilot Denwick zur Seite. Und das ist gut so, denn sie haben einige unliebsame „Überraschungen“ zu erleben und überstehen.
Da ist z.B, die Gruppe „Sucher des Schwertes“, die ebenfalls auf der Suche nach dem Schwert des Erzengels Michael ist, das ihrer Meinung nach irgendwo im Irak unter dem heißen Wüstensand liegen soll, und die Patricia Cameron in die Quere kommt.
Aber natürlich gibt es auch mystische Verstrickungen und Gefahren oder Wundersamkeiten ... doch es sei nicht zu viel verraten!
Die Charaktere sind nicht stereotyp, sondern „menschlich“ geschildert und auch das Augenzwinkern kommt nicht zu kurz. So fährt Patricia Cameron, die aus wohlhabendem Hause stammt, einen silbernen Aston-Martin, wie James Bond in den Filmen „Goldfinger“ und „Thunderball“ und entflieht allzu gerne den „Verkupplungsversuchen" ihrer Mutter.
Aber auch technische Angaben und Waffenerläuterungen fehlen in dem Romantext nicht – die sicherlich eher die Leser, als die Leserinnen ansprechen werden. Wobei vermutlich diese Serie ohnehin eher von Ersteren bevorzugt wird.
Klingt alles abenteuerlich?
Genau das ist die Ausrichtung des Autors und das setzt er kurzweilig um – man merkt ihm die Freude am Schreiben an. Wer sich unterhalten lassen will, ist hier an der richtigen Adresse.
„Die Schatzjägerin“ hat mir jedenfalls ein paar lockere Lesestunden beschert.
Ein Satz des Buches sprach mich besonders an, weil er so zutreffend ist: Abschied kann ein scharfes Schwert sein und tiefe Wunden in die Seele reißen.
Den Lesern der „Schatzjägerin“ bleibt das erspart, denn Gunter Arentzen schreibt munter an der Serie weiter – man darf gespannt sein, wie es weitergeht!
Fazit:
Ein abenteuerliches Schmankerl für den „kleinen Lesehunger zwischendurch“.
© Alisha Bionda |