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Markus K. Korb, Tobias Bachmann
Das Arkham-Sanatorium Illustrationen: Timo Kümmel Paperback, Horror
Die deutschen Autoren Korb und Bachmann schufen einen unkonventionellen und höchst innovativen Episodenroman mit einer äußerst gut durchdachten und hervorragend recherchierten Rahmenhandlung, um den Werdegang und die Lehren des berühmtesten Satanisten der Weltgeschichte: Aleister Crowley. Gewürzt wird das Lesevergnügen durch zwölf stimmungsvolle und düstere Erzählungen, die in ihrem Stil zum Teil sehr nahe an die berühmten Geschichten von H.P. Lovecraft heranreichen. Insbesondere die Storys »Magna Mater«, »Ohne Ende«, »Das Fest des Windes« und »Der Leuchtturm im Wald« heben sich aus der Masse hervor und bilden jede für sich ein schönes Stück phantastische Literatur; beschäftigen sich mit unwirklichen Kreaturen und verstandesmäßig nicht nachvollziehbaren Phänomenen. Der Stil der beiden Schriftsteller ist sich sehr ähnlich und ein fehlender Vermerk, welche der Geschichten und Passagen von Korb oder Bachmann stammen, erschweren dem Leser eine entsprechende Zuordnung der Texte. Das fällt indes weniger ins Gewicht als das fehlende Inhaltsverzeichnis, das eine bessere und schnellere Übersicht gewährleistet hätte. In Anlehnung an die astronomischen Forschungen Crowleys tragen die Textpassagen mit der Rahmenhandlung die lateinischen Begriffe für die Tierkreiszeichen als Überschrift. In der Charakterdarstellung bedienen sich die Autoren einem gängigen Klischee Lovecrafts und seiner Epigonen, deren Protagonisten ebenfalls häufig einzelgängerische und introvertierte Persönlichkeiten mit einem Hang zur Melancholie waren. Auch in den vorliegenden Erzählungen weist das Gros der Hauptakteure diese Eigenschaften auf, was keineswegs negativ gewertet werden sollte. Interessant ist auch die Darstellung einer amerikanischen Psychiatrie der 50er Jahren, die so auch in der Wirklichkeit durchaus denkbar war. Bleibt die Frage was Wahrheit und was Wahn ist beziehungsweise wie viele Botschaften und Warnungen unverstanden verklingen oder durch Medikamente blockiert dem Vergessen anheim fallen. In Sachen Aufmachung kann der Atlantis Verlag auch bei diesem Buch punkten. Die Papierqualität ist ausgezeichnet, ebenso wie der Satzspiegel und die Gestaltung der Buches. Fazit:
© Florian Hilleberg |