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Rezension - Dämonen über Luxemburg

Charlotte Engmann
Dämonen über Luxemburg

Horror, Paperback
dead soft verlag, Mettingen, 2010
165 Seiten / 12,80 €
ISBN: 9783934442542

Vor fünf Jahren wurden die Tore zur Hölle geöffnet und die Dämonen brachen über die Welt herein. Seitdem wandelt die Hölle auf Erden und es gibt nur noch wenige Hoffnungspunkte. Einer davon ist jedoch die »Stimme der Hoffnung«, der letzte freie Radiosender. Doch dieser benötigt dringend Ersatzteile. Diese dort hinzubringen erfordert Mut, Stärke und Geschicklichkeit und so wird die Aufgabe dem geheimnisvollen Tankred und dem Vampir Corbeau von der Herrin von Köln aufgetragen. Ein ungleiches Paar, wie sich bald herausstellt, denn Tankred, der ein Mensch zu sein scheint, verfügt über außergewöhnliche Kräfte und Corbeaus Vergangenheit füllt ganze Polizeiakten. Hinzu kommt, dass der Vampir Männer liebt und gerade damit hat Tankred ein großes Problem …

Charlotte Engmann hält sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf, sondern kommt sofort zur Sache. Sie steigt in die Handlung ein, beschreibt anhand des Vampirs die Lebensumstände nach der höllischen Apokalypse und zieht den Leser von Anfang an ins Geschehen. Leider passiert dann alles so schnell, dass ich am Ende das Gefühl hatte, nur einen Ausschnitt aus einem Roman gelesen zu haben, denn zu viele Dinge wurden nur angeschnitten, die einer weiteren Ausführung bedurft hätten. Hier lag mir ein Roman vor, der mir insgesamt zu kurz geraten schien.
Doch nehmen wir diese geraffte Handlung als solche, kann sich dabei natürlich die Spannung auch umso schneller aufbauen. Aber das passiert weniger durch die Handlung selbst, sondern durch die Figuren, im Speziellen durch Tankred. Dass er ein Geheimnis birgt, wurde schnell klar, welches, nun, auch dazu gibt es sehr früh einen Hinweis, aber die Auflösung kommt dann doch überraschend, gerade bezüglich des Vampirs und seiner Homosexualität. Diese Verknüpfung der beiden Charaktere ist der Autorin in meinen Augen besonders gelungen und bietet auch den Höhepunkt des Romans.
Die Charakterisierung des Vampirs weist ebensolche Besonderheiten auf. Corbeau ist keine sympathische Figur, sein Tun jedoch wirkt positiv. Als Leser wusste ich bis zum Schluss nicht, ob ich ihn mögen oder hassen soll. Solche Charaktere sind es, die einem Roman dann auch Tiefe und Spannung verleihen. Allerdings hätte ich mir bezüglich Corbeaus auch mehr gewünscht.

Fazit:
Insgesamt ist »Dämonen über Luxemburg« dennoch ein spannender und auch unterhaltsamer Roman, der einem vielleicht keine Gänsehaut beschert, jedoch den Leser in seinen Bann zu ziehen vermag.

Bewertung:



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