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Der GolemVon Gustav Meyrink Gebundene Ausgabe Der Ich-Erzähler des Romans, welcher gerade über das Leben des Buddha Gautama gelesen hat, gleitet in einen Halbschlaf hinüber. Dabei vermischen sich Erlebtes, Gehörtes und Geträumtes miteinander… Im Prager Ghetto wird der Gemmenschneider Athanasius Pernath in verschiedene Intrigen verwickelt: Zwischen dem Antiquitätenhändler Wassertrum und dem Studenten Charousek, und dem Ränkespiel um die vornehme Angelina und ihrem Liebhaber Dr. Savioli. Ein seltsamer Mann, in dem Pernath den legendären Golem des Prager Ghettos vermutet, vertraut ihm ein Buch an, bei dem er eine beschädigte Initiale, das „I“ des Buches Ibbur (Seelenwanderung) reparieren soll. Doch nichts scheint das zu sein, was es zu sein scheint. Sogar die Identität Athanasius Pernaths ist nicht klar – ist er vielleicht sogar selbst der legendäre Golem, der alle 33 Jahre lang im Ghetto auftaucht? Ist er wahnsinnig? Dieses Buch ist ein Hochgenuss für alle Liebhaber der schwarzen Romantik und bereits zu einem Klassiker der phantastischen Literatur geworden. Ganz in der Facon von E.T.A. Hoffmann und E.A. Poe entwirft Meyrink ein schaurig-düsteres Bild des Prager Ghettos. Keine Person ist wirklich das, was sie zu sein scheint, immer wieder blitzen verborgene und düstere Seiten an den Gefährten Pernaths hervor. Nichts und niemand lässt sich in diesem Roman eindeutig festlegen, die geheimnisvollen, zwielichtigen Begebenheiten und Personen bleiben stets mit einem Fragezeichen versehen und verhindern so ein klares Bild der Beziehungen untereinander – und dementsprechend eine eindeutige Interpretation des Geschehens. © Rebecca Hagelmoser |