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Rezension - Turm der Lügen

Marie Cristen
Turm der Lügen

Historischer Roman, Taschenbuch
Droemer/Knaur, München, Dezember 2009
489 Seiten / 8, 95 €
ISBN: 9783426639924

Frankreich im 14. Jahrhundert: Die junge Adlige Sévérine wächst als unerwünschte Tochter fernab des Königshofes auf. Ihre rach- und herrschsüchtige Mutter Mahaut von Artois (Pfalzgräfin von Burgund), die einen Sohn wollte, vertauschte das Mädchen nach der Geburt heimlich mit dem Sohn ihrer Magd, der später stirbt. Als das Mädchen zu einer jungen Frau heranwächst, verliebt sie sich in Adrien, den Sohn des Barons, auf dessen Anwesen sie wie eine Magd lebt. Adrien wiederum ist Gefolgsmann von Frankreichs König Philipp dem Schönen. Und die Schwiegertöchter Philipps sind Sévérines Schwestern, was aber niemand weiß. Deswegen ist sie vollkommen arglos, als Adrien sie in die Obhut von Jehanne von Burgund, Gräfin von Poitiers, gibt – beide ahnen trotz großer Ähnlichkeit nicht, dass sie verwandt sind. Als aber Blanche, eine weitere Tochter Mahauts, und Cousine Marguerite des Ehebruchs überführt werden, gerät Sévérine in einen Strudel von Intrigen und Verrat.

Die Spannung des Buches erwächst u. a. aus dem Intrigenspiel bei Hof. Er ist, wie ein Mittelalterroman sein soll: Er zeichnet die damaligen Verhältnisse anschaulich nach, so dass man sich das Leben zu der Zeit gut vorstellen kann, ist verständlich geschrieben und hat einen hohen Unterhaltungswert. Jede einzelne der Figuren hat ihre eigene Persönlichkeit - außer Sévérine, die den für diese Romane typischen energischen Charakter hat und damit eher schablonenhaft wirkt. Als Extra bietet der Roman u.a. einen Stammbaum der historischen Personen.

Bewertung:



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