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Rezension - Das letzte Gefecht

Alexander Kent
Romane um Richard Bolitho - Band 26
Das letzte Gefecht - Admiral Bolitho vor Malta
Aus dem Englischen von Dieter Bromund

marinehistorischer Roman, Taschenbuch
Ullstein-Maritim, Berlin,
348 Seiten / 6,95 €
ISBN: 9783548247373

Wir schreiben das Jahr 1814 und wieder einmal muss Sir Richard Bolitho, Admiral der Britischen Krone, zu jenem Ort zurück, der so bezeichnend für sein Leben geworden ist: Malta. Es soll sein letzter Auftrag sein, denn nach erfolgreicher Beendung soll Richard Bolitho sein Leben mit Lady Catherine genießen können. Gegen den Dey von Algier geht es, gegen die feindlichen Schiffe der Vereinigten Staaten und Frankreich. Und während Richard Bolithos Neffe, Adam Bolitho, mit sich selber und der Admiralität kämpft, kommt es für seinen Onkel zur letzten großen Schlacht, die nicht ganz so endet wie gehofft.

Eines vorweg, Taschentücher sollten sicherheitshalber bereitgelegt werden, denn spätestens beim Epilog werden auch die abgehärteten Leser diese brauchen. Und ich verrate auch kein Geheimnis, wenn ich sage, dass Richard Bolitho, jene Figur, die den Leser in 26 erstklassigen Seeabenteuern oder marinemilitärhistorischen Romanen begleitet hat, stirbt. In einigen Büchern ist auf der letzten Seite nämlich eine Biografie von Richard Bolitho beigelegt, wo es drin steht.

Das letzte Gefecht ist ein schöner, ein erstklassiger Abschluss der Richard Bolitho Reihe. Er führt die letzten Fäden zusammen und eröffnet gleichzeitig Neues. Alles, was in der Reihe wichtig war, wie Freundschaft, Liebe, Treue, Loyalität, Verantwortung, wird in diesem Roman gebündelt, gepaart mit etwas, was viele Menschen heutzutage vergessen haben: Versöhnung!

Der Leser wird langsam und doch unerbittlich auf das Ende vorbereitet. Langsam, weil ungefähr die Hälfte des Romans sich um Adam Bolitho dreht, der nicht nur einen Verlust in diesem Roman hinnehmen muss. Langsam, weil nun endlich das passiert, was sich viele Leser gewünscht haben: Die Aussprache zwischen Catherine und Thomas Herrick, das Versprechen Silitoes an Catherine, ihren Geliebten nach Hause zu holen. Selbst diejenigen, die weder die Biographie noch diese Rezension gelesen haben, werden spätestens jetzt merken, dass was im Busch ist und dass es ihnen eventuell nicht gefallen wird.

Richard Bolitho stirbt und auch dieser Tod ist, wie sein Leben, an die historische Figur des Horatio Nelson angelehnt. Er stirbt ganz ruhig, mitten unter Freunden, so wie es sein sollte. Ganz unaufgeregt und ohne jedes Heldenklischee erzählt Alexander Kent von Richard Bolithos letzten Minuten. Und genau diese ruhige Art des Erzählens ist es, dass dafür sorgt, dass auch der Härteste sich etwas aus den Augen wischen muss.

Das letzte Gefecht ist quasi Teil 1 eines Zweiteilers, der Übergang zur neuen Generation, nicht nur im Bezug auf die neue Hauptfigur Adam Bolitho. Es ist ein Roman, der sich zu lesen lohnt, in vielerlei Hinsicht.

Bewertung:



© Cornelia Sibilitz

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