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Alexander KentRomane um Richard Bolitho - Band 24 Dem Vaterland zuliebe: Admiral Bolitho vor der Küste Amerikas Aus dem Englischen von Dieter Bromund marine-historischer Roman, Taschenbuch Im Jahr 1811 befindet sich England immer noch im Krieg mit dem napoleonischen Frankreich. Da die Lordschaften seiner Majestät befürchten, dass die Vereinigten Staaten von Amerika in den Krieg aufseiten Frankreichs eingreifen, entsenden sie Admiral Sir Richard Bolitho mit einem Geschwader nach Halifax, Neuschottland, wo er vor den Küsten Nordamerikas Präsenz zeigen soll. In »Dem Vaterland zuliebe« werden zwei Jahre im Leben von Richard und Adam Bolitho, sowie ihren Freunden, Kameraden und den Matrosen erzählt. Dieses Buch ist auch aufgeteilt in zwei Teile: Im Ersten werden die Ereignisse im Jahr 1811 erzählt, die hauptsächlich persönlicher Natur sind und von dem zufälligen Treffen zwischen Adam Bolitho und Zenoria Keen sowie dem Suizid von Zenoria handeln. Im zweiten Teil werden dann die daraus folgenden Ereignisse im Jahr 1812 erzählt, die von dem ungleichen Kampf zwischen der »Anemone« von Adam Bolitho und der »U.S.S. Unity« von Commodore Nathan Beere und der Gefangenschaft Adams berichten. Dieses Buch ist sehr emotional. Der Verlust von Adam, seine Verzweiflung werden so intensiv geschildert, dass man den jungen Mann am liebsten in den Arm nehmen und trösten möchte. Ähnlich intensiv werden die Gefühle von Richard Bolitho beschrieben, als er von dem Schicksal seines Neffen erfährt. Eine sehr bewegende Szene ist die, wo der einzige Überlebende der »Anemone«, der 12jährige Schiffsjunge John Witmarsch, von Richard Bolitho zu der Schlacht befragt wird. Zwei Schlachten werden in »Dem Vaterland zuliebe« geschildert: Zum einen die Schlacht zwischen Adam Bolitho und Nathan Beere und am Ende die Schlacht zwischen Richard Bolitho und Nathan Beere. So spannend diese Schlachten auch geschildert werden, so wenig wird der Krieg glorifiziert. Auch das ist typisch für die Romane von Alexander Kent. Er zeigt den Krieg so, wie er ist, nicht wie wir hoffen, wie er ist. In diesem Roman gibt es übrigens die von mir bereits im Artikel über Alexander Kent und die Bolitho-Reihe erwähnte Szene »Die stärke eines Schiffes«. Eine wirklich wichtige Szene, die sich einige Verantwortliche in Politik und Wirtschaft zu Herzen nehmen sollte. Einziges Manko: Für einen so großen Verlag wie Ullstein ist es bedauerlich, dass die Rechtschreibfehler teilweise enorm sind.
© Cornelia Sibilitz |
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