Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Taschenbücher anderer Autoren/Romanhelden Historisches - Das letzte Riff


Rezension - Das letzte Riff

Alexander Kent
Romane um Richard Bolitho - Band 22
Das letzte Riff: Admiral Bolitho - verschollen vor Westafrika
Aus dem Englischen von Dieter Bromund

marine-historischer Roman
Taschenbuch, Ullstein-Maritim, Neuauflage Januar 2009
384 Seiten / 8,95 €
ISBN: 9783548280097

1808 bekommt Richard Bolitho das Angebot,, zusammen mit seiner Geliebten Catherine Somervell nach Kapstadt zu gehen und von dort aus die Jagd nach Sklavenhändler zu organisieren. Bolitho nimmt das Angebot nur zu gerne an, denn kurz zuvor hatte es ein Kriegsgericht gegen Thomas Herrick gegeben, in dem die Mächtigen der Admiralität und Politik ihre Finger im Spiel hatten, und die Freundschaft zwischen den beiden Seehelden nun endgültig zerbrochen scheint.
Doch dann erreicht eine Schreckensnachricht England und erschüttert das Volk: Die »Golden Plover«, das Schiff, auf dem Richard Bolitho samt Stab nach Kapstadt reiste, ist nach einer Meuterei untergegangen. Während ganz England trauert, kämpfen Richard Bolitho, Lady Somervell und ihre Freunde um das nackte Überleben.

»Das letzte Riff« ist der zweite Teil der internen Trilogie um die Freundschaft zwischen Richard Bolitho und Thomas Herrick. Letzterer wird am Anfang dieses Romans vor ein Kriegsgericht gestellt, als Folge des verlorenen Geleitzuges aus »Mauern aus Holz, Männer aus Eisen«. Man muss aber jenen Roman nicht gelesen haben um »Das letzte Riff« genießen und verstehen zu können!
Richard Bolithos Reise nach Kapstadt ist mehr eine Flucht vor dem endgültigen Zerwürfnis mit seinem besten Freund. Spannend schildert Alexander Kent, wie sich die beiden Freunde, die viel miteinander erlebten, auseinander leben und sich immer weiter voneinander entfernen.
Sehr schön ist hierbei die Kriegsverhandlung gegen Thomas Herrick geschildert, die sich so ähnlich viele Male zu dieser Zeit abgespielt hat.

Aber auch der Kampf auf der »Golden Plover« und der Überlebenskampf vor Westafrika ist sehr bildhaft geschildert, genauso wie die Trauer der in England gebliebenen, wie Adam Bolitho und Zenoria Keen, der jungen Ehefrau von Valentine Keen, der zusammen mit Richard Bolitho ums Überleben kämpft. Auch wenn diese Szene sich so ähnlich bereits in dem Roman »Fieber an Bord« abgespielt hat, so ist dies doch keine Wiederholung.

Sehr stark ist auch die Szene in der Heimatkirche der Bolithos, reinstes Kino im Kopf. Und auch wenn das erneute Aufeinandertreffen von Richard Bolitho und Thomas Herrick den Lesern Hoffnung auf eine Versöhnung bringt, so nimmt der Autor diese bei der obligatorischen Schlacht am Ende des Romans.

Wieder ein sehr gelungener Roman von Alexander Kent, der dem Leser vor allem Catherine Somervell vorstellt und die Gründe aufzeigt, warum Richard Bolitho seine Ehe und Ehre für diese Frau aufs Spiel setzt.

Bewertung:


© Cornelia Sibilitz

Siehe auch hier:

 

© by 2009
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox