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Rezension - Donner unter der Kimm - Admiral Bolitho und das Tribunal von Malta

Alexander Kent
Romane um Richard Bolitho - Band 19
Donner unter der Kimm - Admiral Bolitho und das Tribunal von Malta
Aus dem Englischen von Hardo Wichmann

marinehistorischer Roman, Taschenbuch
Ullstein-Maritim, Berlin, Oktober 2005
304 Seiten / 7,95 €
ISBN: 978 3548263144

Schwere Zeiten für Vizeadmiral Richard Bolitho im Jahr 1803. Die Ehe mit Belinda steht unter keinem guten Stern, sein Flaggkapitän Valentine Keen hat eine misshandelte junge Frau von einem Australienfahrer entführt, und sein bester Freund Konteradmiral Thomas Herrick muss darüber zu Gericht sitzen, ob Keen vor ein Kriegsgericht gestellt werden soll oder nicht.
Und dann ist da noch der französische Admiral Jobert, der die Jagd auf Bolithos Geschwader zur persönlichen Vendetta macht. Eine schwere Verwundung, die sich Richard Bolitho bei einem Kampf zuzieht und von der niemand wissen darf, sowie die ganzen anderen Probleme sorgen dafür, dass der Vizeadmiral zum ersten Mal an Kapitulation denkt. Doch dann zeigt ihm sein Neffe Adam Bolitho, dass noch nichts verloren ist, als er sich mit seiner kleinen Korvette zwischen dem Flaggschiff des französischen Admirals und dem Flaggschiff Herricks stellt.

Wer schon immer wissen wollte, warum sich Thomas Herrick und Valentine Keen zerworfen haben, sollte »Donner unter der Kimm« lesen, hier findet er die Antwort.
Das Tribunal, vor dem Valentine Keen und somit auch sein Admiral Richard Bolitho erscheinen muss, ist eine Hinterhältigkeit von Bolithos Feinden im eigenen Lager. Sie versuchen so, einen Keil zwischen den »glücklichen Auserwählten« zu treiben und es gelingt ihnen - fast. Keen und Herrick werden sich nie wieder wirklich zusammenraufen, und nach dem Tod Bolithos werden sie noch weiter auseinanderdriften. Und auch die Freundschaft zwischen Bolitho und Herrick bekommt erste Risse, die später noch verstärkt werden, aber am Schluss ist die Freundschaft noch stärker als zuvor.

Hier wird Richard Bolitho schwer am Auge verwundet. Ein Thema, das sich ab sofort durch die Reihe ziehen wird. Nur wenige, nur die »wenigen Auserwählten« wissen um das Geheimnis, was die Bande noch enger werden lässt.

Alexander Kent lässt uns hier an einem geschickten »Katz und Maus Spiel« teilhaben, streng genommen an zwei. Das eine wird von den Gegnern Bolithos im eigenen Lager gespielt und das andere von dem französischen Admiral Jobert.
Hierbei müssen wir mal wieder von einer dem Leser lieb gewonnen Figur Abschied nehmen. Wieder zeigt uns Alexander Kent brutal die Realität des Lebens und des Krieges. Aber genau das ist es, was diese Reihe so identisch macht.

Freundschaft, Leid, Treue, Mut und die Frage, wie weit Mensch ein Soldat sein darf, sind die Grundthemen von »Donner unter der Kimm«. Ein spannend geschriebenes Buch mit sehr viel (Lebens-)Weisheiten. Einfach empfehlenswert!

Bewertung:



© Cornelia Sibilitz

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