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Rezension - Admiral Bolithos Erbe - Ein Handstreich in der Biskaya

Alexander Kent
Romane um Richard Bolitho - Band 17
Admiral Bolithos Erbe - Ein Handstreich in der Biskaya
Aus dem Englischen von Klaus D. Kurtz

Ullstein-Maritim, Berlin, Mai 2008
400 Seiten / 8,95 €
ISBN: 978 3548268781

Dem Friedensangebot der Franzosen im Jahr 1801 wird zu Recht misstraut. Richard Bolitho, in der Zwischenzeit zum Konteradmiral befördert, soll in der Biskaya die französische Invasionsflotte vernichten. Nur widerwillig folgt Richard Bolitho dieser Mission, immerhin steht die Hochzeit mit Belinda kurz bevor. Und dann geschieht ein Unglück: Bolithos Flaggschiff »Styx« wird versenkt und Richard Bolitho gerät in französischer Kriegsgefangenschaft.
Während er, John Allday, Oliver Browne - sein Flaggoffizier - und der schwer verletzte Kapitän Neale um ihr Leben kämpfen, macht sich Thomas Herrick, in der Zwischenzeit zum Kommodore befördert, ohne nachzudenken auf, seinen Freund zu suchen, auch wenn es ihm seinen neuen Posten kosten könnte.

Und wieder einmal sind Freundschaft, Treue und Vertrauen die Themen, die Alexander Kent in »Admiral Bolithos Erbe« aufgreift. In diesem Roman kommt übrigens das erste Mal der Begriff der »glücklichen Auserwählten« vor. Bolithos erster Flaggoffizier, Oliver Browne, hat diesen Begriff geprägt für die Menschen, die in einer engen freundschaftlichen Beziehung zu Bolitho stehen.

»Admiral Bolithos Erbe« ist spannend geschrieben und wartet mit einigen Überraschungen auf, wie das Auftauchen der »Phalarope«, jenem Schiff, auf dem sich Bolitho und Herrick zum ersten Mal trafen.
Alexander Kent zeigt hier auch die neuesten technischen Errungenschaften dieser Zeit auf, die dazu führten, dass Bolitho gefangen genommen werden konnte.
Die Gefangenschaft von Bolitho und seinen Freunden ist nicht nur spannend dargestellt, man fiebert richtig mit. Besonders die Geschichte um Kapitän Neale geht einen zu Herzen. Sie ist rührig beschrieben ohne kitschig zu sein.
Auch die Geschichte um Oliver Browne ist wunderbar geschildert. Aus dem verwöhnten, unbekümmerten jungen Adeligen wird ein Mann, der alles daran setzt das in ihm gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen.

Und da ist John Allday, der Bootssteuerer, die »Eiche des Admirals«, ohne den Richard Bolitho beinahe verzweifeln würde.

»Admiral Bolithos Erbe« ist ein spannender, flott zu lesender Abenteuerroman, mit interessanten historischen Informationen und einer Hochzeit am Ende.

Bewertung:



© Cornelia Sibilitz

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