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marinehistorischer Roman, Taschenbuch Im Jahr 1800 versucht Frankreich, das Königreich Dänemark auf seine Seite gegen England zu ziehen. Und auch der russische Zar überlegt, auf der Seite Frankreichs in den Krieg einzutreten. »Galeeren in der Ostsee« spielt kurz vor und während der ersten legendären Schlacht vor Kopenhagen und hält sich so weit wie möglich an die historischen Fakten. Es wird sehr bildlich und überwiegend historisch korrekt gezeigt, wie ein neutrales Land in die Kämpfe zweier mächtiger Rivalen verstrickt wird. Briten und Dänen haben sich, obwohl sie mehrmals gegeneinander kämpften, nie wirklich als Feinde betrachtet. Beide Länder fühlten damals wie heute eine enge Verbundenheit, was wohl an der gemeinsamen Geschichte liegt. Daneben spielt die Freundschaft zwischen Konteradmiral Richard Bolitho und seinem Flaggkapitän Thomas Herrick hier eine große Rolle. Die Sorgen Herricks, als Bolitho schwer verletzt wird, sind plastisch geschildert, und man fiebert geradezu mit, ob Richard Bolitho überlebt und wie Thomas Herrick seine neue Verantwortung tragen wird. Richard Bolitho muss aber nicht nur um sein Leben kämpfen, auch das Leben seines Neffen Adam steht auf dem Spiel, das dieser nur knapp und nur mit List überlebt. Und auch die Fans für Liebesgeschichten kommen hier wieder mal auf ihre Kosten: Richard Bolitho lernt seine zweite Frau Belinda kennen und lieben. »Galeeren in der Ostsee« ist ein wunderbarer Roman, spannend und historisch hauptsächlich korrekt geschrieben. Zudem ein lesenswerter Roman, der die besondere Freundschaft der beiden Seehelden Richard Bolitho und Thomas Herrick zeigt. Ich empfehle diesen Roman vor der internen Trilogie »Mauern aus Holz, Männer aus Eisen«, »Das letzte Riff« und »Dämmerung über der See« zu lesen. Nicht, dass man ihn lesen muss, aber es hilft ungemein, den Schock der beiden Freunde während dieser Trilogie zu verstehen.
© Cornelia Sibilitz |
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