| Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Taschenbücher anderer Autoren/Romanhelden Historisches - Eine letzte Breitseite | ||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
marinehistorischer Roman, Taschenbuch Im Jahr 1798 ist Richard Bolitho zum Kommodore befördert worden und sein bester Freund Thomas Herrick ist sein Flaggkapitän auf dem Linienschiff »Lysander«. Zusammen mit der »Osiris« unter Kapitän Farquhar und der »Nicator« unter Kapitän Probyn sowie der Fregatte »Buzzard« unter Kapitän Javal spürt Richard Bolitho im Mittelmeer die Helfer der britischen Feinde auf, stellt und erobert feindliche Transporter und kommt letztendlich der französischen Mission auf der Schliche, die da lautet, Ägypten zu erobern. Mit »Eine letzte Breitseite« hat Alexander Kent einen der spannendsten Romane der Bolitho-Reihe hervorgebracht. Besonders die Freundschaft zwischen Bolitho und Herrick steht hier im Mittelpunkt und es kommt zu einem Zerwürfnis der Freunde. Geschickt und sehr spannend beschreibt Alexander Kent die Gründe dafür. Beide - Bolitho wie auch Herrick - sind mit der neuen Situation leicht überfordert und wissen oft nicht, wie sie reagieren sollen. Dann macht Bolitho einen folgenschweren Fehler und nimmt einen Kommandantenwechsel vor: Der adelige, arrogante Farquhar übernimmt die »Lysander« und somit auch den Posten des Flaggkapitäns. Als Richard Bolitho dann vermisst wird, zeigt sich dessen wahres Gesicht. Das Zwischenmenschliche ist das Hauptthema dieses Romans. Zwischen den Kommandanten der Linienschiffe und dem Kommodore gibt es extreme Spannungen, zum Teil aus persönlichen Gründen. Beim Kommandanten der »Nicator« gehen diese sogar soweit, dass er seine Pflichten vernachlässigt. »Eine letzte Breitseite« ist so spannend geschrieben, dass man nicht nur mitfiebert, sondern auch eine Verachtung für die Figuren Farquhar und Probyn entwickelt (wenn man sie denn nicht schon vorher hatte) und mit einem »Yes, he does!« das Eingreifen der »Lysander« honoriert. Die heimliche Hauptfigur ist hier auch Thomas Herrick, und Alexander Kent zeigt, dass auch ein Richard Bolitho nicht unfehlbar ist, was ihn gleich sympathischer macht.
© Cornelia Sibilitz |
|||||||||||
Siehe auch hier: |