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Rezension - Nahkampf der Giganten

Alexander Kent
Romane um Richard Bolitho - Band 12
Nahkampf der Giganten - Flaggkapitän Bolitho bei der Blockade Frankreichs
Aus dem Englischen von Karl H. Kosmehl

marinehistorischer Roman, Taschenbuch
Ullstein-Maritim, Berlin, April 2005
432 Seiten / 8,95 €
ISBN: 978 3548261324

Im Jahr 1793 hat Richard Bolitho das Linienschiff »Hyperion« übernommen, das später in die Geschichte eingehen wird. Von Gibraltar kommend erobert Bolitho die Insel Cozar zusammen mit den spanischen Verbündeten. Aber anstatt das dies ihm anerkannt wird, bekommt Bolitho erst einmal einen Schock, denn sein neuer Vorgesetzter ist niemand anderes als der ehemalige tyrannische Kapitän der »Phalanrope«, Sir Edmund Promfret. Von seinem Vorgesetzten letztendlich im Stich gelassen, vermisst Richard Bolitho seinen alten Freund Thomas Herrick und verliebt sich in die Verlobte des verhassten Admirals. An ein Versprechen gebunden riskiert Richard Bolitho alles, auch sein Leben …

Der Roman »Nahkampf der Giganten« spielt zu einer Zeit, indem noch nicht alle Franzosen auf der Seite der Revolution kämpften. Ein kleines französisches Dorf hofft hier auf die Unterstützung der britischen Marine und wird im Endeffekt zum Bauernopfer eines machthungrigen Admirals, der dem Leser bereits aus dem Roman »Bruderkampf« bekannt ist. Richard Bolitho versucht alles, um sein Versprechen, dass er den Bürgern des Dorfes gab, zu halten und er unternimmt alles Mögliche, um seinen Admiral vor der Schande zu bewahren, auch wenn beide sich nicht ausstehen können.

Loyalität spielt in diesem Roman eine große Rolle. Nicht nur die dienstliche Loyalität, die Bolitho gegenüber Promfret hat, auch die Loyalität, die von der Mannschaft der »Hyperion« gegenüber ihren Kapitän ausgeht wird hier eindringlich geschildert. Bolitho, der sich gerade von einer Krankheit erholt hat, wird erneut von Fieber heimgesucht, gerade zu einem Zeitpunkt, wo der Feind nicht weit ist. Aber seine Mannschaft steht zu ihm und versucht, ihm so gut es geht zu helfen.

Aber auch die Freundschaft und Loyalität zwischen Richard Bolitho und Thomas Herrick wird hier wunderbar geschildert, denn Thomas Herrick ist, was Bolitho nicht weiß, auf einem der anderen Schiffe der kleinen Flotte und übernimmt dann, als Bolitho im Fieber liegt, das Kommando über die »Hyperion«, ohne das der Admiral davon weiß.

Und Cheney taucht auf, jene Frau, die dem Admiral versprochen ist, aber ihr Herz an den Kapitän verliert und ihn letztendlich auch heiratet.
Und noch jemand meldet sich zurück: Hugh Bolitho, Richards älterer Bruder, der aus der britischen Marine desertiert ist und auf Seiten der Amerikaner kämpfte.

Fazit:
»Nahkampf der Giganten« ist ein wunderbarer Abenteuerroman, in dem vieles beginnt, vieles vertieft und etwas beendet wird. Er ist spannend geschrieben und zum ersten Mal in der Reihe hält Liebe, nicht Verliebtheit, Einzug in die Romane.

Bewertung:



© Cornelia Sibilitz

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