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marinehistorischer Roman, Taschenbuch Frühjahr 1778 – Richard Bolitho bekommt sein erstes eigenes Kommando: die Korvette »Sparrow«. Zunächst lediglich als Begleitschutz für den Nachschub vor der amerikanischen Ostküste muss er schon sehr bald sein ganzes Können aufbringen. Nicht nur die Spannungen, die innerhalb der Mannschaft zwischen den königstreuen Amerikanern und den Briten herrschen, auch die Rettung einer Kompanie von Soldaten, ein Kaperschiff und undurchsichtiger General fordern den jungen Kapitän. Im Gegensatz zu den meisten Romanen um Richard Bolitho ist »Klar Schiff zum Gefecht« leichte Kost, aber dennoch nicht minder spannend. Ganz im Gegenteil: Die inneren Spannungen in der Mannschaft der kleinen »Sparrow« sind besonders in der heutigen Zeit sehr realitätsnah und zeigen uns deutlich, wie es derzeit z. B. muslimischen Soldaten in der amerikanischen und britischen Armee gehen muss. Wie auch sie heute müssen in dem Roman die königstreuen Amerikaner aufpassen, nicht zwischen die Mühlsteine zu geraten und zerquetscht zu werden. Sie kämpfen für dieselbe Sache wie auch die Briten und müssen sich doch dem Misstrauen ihrer britischen Kameraden aussetzen. Die königstreuen Amerikaner werden in »Klar Schiff zum Gefecht« wunderbar vertreten durch Tyrell, dem Ersten Leutnant der »Sparrow«, während die misstrauischen Briten durch den Oberst Foley vertreten werden. Und auch Richard Bolitho ist nicht gefeit davor, sich von diesem Misstrauen mitreißen zu lassen. Am Ende sind es diese drei Männer, die dafür sorgen, dass die kleine »Sparrow« gegen das große Kaperschiff bestehen kann. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist »Klar Schiff zum Gefecht« leichter zu lesen. Das liegt besonders daran, dass es diesmal keine Verschwörungstheorien gibt und dieser Roman im Grunde ein wunderbarer Abenteuerroman mit Botschaft ist. Ich denke, dass Alexander Kent in diesem Roman Erfahrungen aus seiner eigenen Zeit als Marineoffizier eingebaut hat, denn auch im Zweiten Weltkrieg gab es in der amerikanischen und britischen Marine (und der Armee) viele deutschstämmige und jüdische Soldaten, die versuchen mussten, nicht zwischen den Mühlensteine zu geraten. »Klar Schiff zum Gefecht« ist ein wunderbarer leichter Roman, um in die Serie und in die Materie einzusteigen.
© Cornelia Sibilitz |
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