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Rezension - Kanonenfutter

Alexander Kent
Romane um Richard Bolitho - Band 4
Kanonenfutter – Leutnant Bolithos Handstreich in Rio
Aus dem Englischen von Fritz Wenzel

marinehistorischer Roman, Taschenbuch
Ullstein-Maritim, Berlin, Februar 1998
270 Seiten / 6,95 €
ISBN: 9783548243115

Im Jahr 1774 ist Richard Bolitho als Dritter Offizier auf die Fregatte Destiny versetzt worden. Deren Auftrag ist es nach Rio de Janeiro auszulaufen und dort nach einem verschwundenen Goldtransporter zu suchen. Die Admiralität in London fürchtet, dass dieses Gold dazu benutzt werden könnte, die amerikanischen Kolonien zu unterstützen und sich vom Mutterland abzuwenden. Der junge Leutnant wird dank seiner Liebe zu einer verheirateten Frau sehr eng in die Geschehnisse hineingezogen. Und nur dank seines Kommandanten wird Richard Bolitho in der finalen Schlacht überleben.

»Kanonenfutter« ist der vierte Band der Richard Bolitho Reihe und hier – noch mehr als in den drei Romanen zuvor – erkennt man die Persönlichkeit zu der Richard Bolitho im Verlauf der Reihe noch heranwachsen wird.

Der junge Leutnant trauert noch um seinen besten Freund, der im Roman zuvor gestorben war, hat aber auf seinem neuen Schiff nicht wirklich Gelegenheit dazu, in Grübeleien zu versinken. Sehr spannend wird hier der Alltag des jüngsten Leutnants beschrieben, seine Aufgaben und wie er sich durchbeißen muss in einer Zeit, wo der Krieg vor der Tür steht.

Auch die Liebe lernt Bolitho in diesem Roman zum ersten Mal kennen. Und auch hier ist es ein Vorgeschmack auf das, was den Leser noch erwarten wird. Bolitho verliebt sich, wie eigentlich immer mit einer Ausnahme, in eine Frau, die bereits einem anderen gehört. In diesem Fall bringt das den jungen Mann in ernste Schwierigkeiten. Nicht wegen eines eifersüchtigen Ehemannes, sondern weil diese Liebschaft Bolitho mitten in das Auge des Sturms bringen wird.

Der Roman beginnt mit Trauer um einen Freund und sie endet mit Trauer, denn bei der Heimkehr erfährt Richard Bolitho, dass seine Mutter gestorben ist. Der einzige Halt für Richard ist die Marine und das kommt heraus.

»Kanonenfutter« ist ein erstklassiger Roman, sehr spannend geschrieben und auch wer nicht viel für die Seefahrt übrig hat, wird hier auf seine Kosten kommen, denn Verschwörung und Verrat sind ebenso ein großes Thema hier wie Liebe, Trauer und Freundschaft.

Bewertung:



© Cornelia Sibilitz

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