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Rezension - Strandwölfe

Alexander Kent
Romane um Richard Bolitho - Band 2
Strandwölfe: Richard Bolithos gefahrvoller Heimaturlaub
Aus dem Englischen von Walter Klemm

marinehistorischer Roman, Taschenbuch
Ullstein-Maritim, Berlin, Oktober 2006
176 Seiten / 6,95 €
ISBN: 9783548266572

Dezember 1773: Zusammen mit seinem besten Freund Martyn Dancer will Richard Bolitho es ausnutzen, dass das Linienschiff »Gorgon« im Dock liegt und Weihnachten zu Hause bei seiner Familie feiern. Aber dazu kommt es nicht. Denn kaum angekommen werden die beiden Midshipmen in die Jagd nach gefährlichen Strandräubern verwickelt und werden für diese Zeit auf die »Avenger« befohlen, die von Richards älterem Bruder Hugh geführt wird. Sehr schnell kommen die drei jungen Männer den Räubern nahe, zu nahe und ahnen dabei nicht, dass sie sich mit einem mächtigen Feind anlegen, der selbst vor Mord, Erpressung und Entführung nicht zurückschreckt.

»Strandwölfe« ist der zweite Teil der Richard Bolitho-Reihe. Auch wenn 176 Seiten im Gegensatz zu den späteren Büchern wenig erscheinen, so sind diese Seiten vollgepackt mit einer spannenden Story und vielen familiären Hintergrundinformationen, die man zwar für das Verstehen der späteren Bände nicht braucht, da das Wichtigste immer erwähnt wird, die aber auch nicht schaden. Besonders interessant ist hier das Verhältnis der beiden Brüder Hugh und Richard, dem späteren Verräter und dem späteren Seehelden.

Im Gegensatz zu »Die Feuertaufe« ist »Strandwölfe« schon flüssiger geschrieben und im Vergleich zu den anderen Romanen eher ein reiner Abenteuerroman mit leichten Krimizügen: Wer ist der Bösewicht und wie bekommt man ihn zu fassen?
»Strandwölfe« erzählt eine andere Seite des Krieges, der zwar noch nicht da ist, aber bereits vor der Tür steht: Die Männer sind nicht im Land, und somit ist den Gaunern Tür und Tor geöffnet. Um diesen Herr zu werden, müssen die wenigen für den Schutz der Küste abgestellten Männer eine Menge riskieren. Und die Rolle der Frauen darf man auch nicht unterschätzen, so spielt die Mutter von Richard und Hugh eine kleine, aber durchaus tragende Rolle.

Das Buch ist zwar kurz, aber durchaus spannend und eine wunderbare Chance für eine Charakterstudie des Helden.

Bewertung:



© Cornelia Sibilitz

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