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marinehistorischer Roman, Taschenbuch Dezember 1773: Zusammen mit seinem besten Freund Martyn Dancer will Richard Bolitho es ausnutzen, dass das Linienschiff »Gorgon« im Dock liegt und Weihnachten zu Hause bei seiner Familie feiern. Aber dazu kommt es nicht. Denn kaum angekommen werden die beiden Midshipmen in die Jagd nach gefährlichen Strandräubern verwickelt und werden für diese Zeit auf die »Avenger« befohlen, die von Richards älterem Bruder Hugh geführt wird. Sehr schnell kommen die drei jungen Männer den Räubern nahe, zu nahe und ahnen dabei nicht, dass sie sich mit einem mächtigen Feind anlegen, der selbst vor Mord, Erpressung und Entführung nicht zurückschreckt. »Strandwölfe« ist der zweite Teil der Richard Bolitho-Reihe. Auch wenn 176 Seiten im Gegensatz zu den späteren Büchern wenig erscheinen, so sind diese Seiten vollgepackt mit einer spannenden Story und vielen familiären Hintergrundinformationen, die man zwar für das Verstehen der späteren Bände nicht braucht, da das Wichtigste immer erwähnt wird, die aber auch nicht schaden. Besonders interessant ist hier das Verhältnis der beiden Brüder Hugh und Richard, dem späteren Verräter und dem späteren Seehelden. Im Gegensatz zu »Die Feuertaufe« ist »Strandwölfe« schon flüssiger geschrieben und im Vergleich zu den anderen Romanen eher ein reiner Abenteuerroman mit leichten Krimizügen: Wer ist der Bösewicht und wie bekommt man ihn zu fassen? Das Buch ist zwar kurz, aber durchaus spannend und eine wunderbare Chance für eine Charakterstudie des Helden.
© Cornelia Sibilitz |
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