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Heidi RehnHexengold Historischer Roman, Taschenbuch »Deutschland zehn Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges: Eigentlich könnte die ehemalige Wundärztin Magdalena mit ihrem geliebten Eric ein glückliches Leben in Frankfurt führen, wo er sich als Kaufmann etabliert hat. Doch da erfährt sie, dass ihr Mann ihr offensichtlich Nachrichten über ihre verschollene Familie in Königsberg verheimlicht hat. Gründet ihr ganzes Glück auf einer Lüge? Als Eric spurlos verschwindet und Magdalena plötzlich mittellos dasteht, macht sie sich auf nach Königsberg, um das Geheimnis ihrer Familie zu enthüllen und damit auch Erics Vergangenheit auf den Grund zu gehen.« Das Buch ist die Fortsetzung von Die Wundärztin. Beschrieben wird, wie sich Magdalena nach Ende des 30-jährigen Krieges durchschlägt, den Gatten verliert, von einem anderen Avancen bekommt, ihm aber nur Hoffnung macht. Die Figuren sind glaubhaft, aus dem Leben genommen und man kann sich gut vorstellen, wie sie aussehen. Außerdem gibt es kein eindeutiges Gut-Böse-Schema, was die Figuren vielschichtiger macht: Eric z.B. ist rätselhaft, Adelaide teils verabscheungswürdig, teils bemitleidenswert. Die Zeit, in der Magdalena lebt, wird sehr gut beschrieben – es läuft ein Kopfkino (sogar mit Gerüchen) während des Lesens ab. Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite: Man freut sich aufs Weiterlesen. Der Prolog und die Rückblenden ermöglichen es, das Buch auch dann zu verstehen, wenn man den ersten Teil nicht kennt. Trotzdem ist es natürlich besser, Die Wundärztin zu lesen, um alle Details mitzubekommen. Ein Glossar klärt den ein oder anderen unbekannten Begriff, das Nachwort erläutert die Zeit nach dem 30-jährigen Krieg. Ein dritter Band ist in Planung.
Copyright © 2010 by Margitha Dansauer |