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Rezension - Der Löwe und die Königin

Susanne Stein
Der Löwe und die Königin

Historischer Roman, Taschenbuch
Knaur, München, Juni 2009
460 Seiten / 8,95 Euro
ISBN: 9783426635339

Berenguela, Prinzessin von Navarra, hat es bis zu ihrem 25. Lebensjahr geschafft, einer Heirat aus dem Weg zu gehen. Denn die Prinzessin hat einen ganz eigenen Lebensentwurf: Sie will Ärztin werden. Dazu hat sie sich von ihrem Vater schon ein Kräutergärtchen abgetrotzt, sammelt heimlich Geld für ein Hospital und wirkt in männlicher Verkleidung als Medicus. Aber das Schicksal will es anders. Als König Richard Löwenherz Berenguela trifft, fällt ihm die ungewöhnliche Frau auf, die so ganz anders ist als alle anderen adligen Frauen – einschließlich seiner Verlobten. So muss Berenguela den König heiraten, was ihr zunächst gar nicht gefällt. Denn nicht nur, dass sie ihre Lebensträume aufgeben muss, Richard ist auch noch ein Frauenheld.

Ein spannender, gut zu lesender historischer Roman, bei dem man sich das Geschehen plastisch vorstellen kann. Die Spannung des Buches erwächst unter anderem aus der Verkleidung Berenguelas als Mann, weil sie auf diese Weise einiges erlebt. Aber auch, weil sie sich einiges einfallen lassen muss, um ihrem Ziel näher zu kommen. Berenguela versucht auf ihre Weise, den Beschränkungen zu entkommen, die eine Frau dieser Zeit zu erdulden hatte. Die Figuren sind glaubwürdig konzipiert. Der Roman enthält noch ein Nachwort der Autorin, in dem sie den historischen Rahmen für ihren Roman absteckt und (weil wenig über das Leben Berenguelas bekannt ist) bei dieser Figur ihrer Fantasie freien Lauf lässt, außerdem eine Stammtafel.

Bewertung:



© Margitha und Ulrike Dansauer

 

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