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Historischer Roman, Paperback Im Jahr 956 herrscht wieder Frieden im ostfränkischen Reich, nachdem im Vorjahr die ungarischen Horden dort ihr Unwesen getrieben haben. Doch die vermeintliche Ruhe trügt. Die noch vor wenigen Monaten einig hinter König Otto stehenden Fürsten trachten danach, ihre Macht im Reich zu festigen. Kaltblütige Intrigen werden geschmiedet, selbst gegen die eigene Familie! Der Verrat seines Bruders kostet Graf Farold und dessen Gemahlin das Leben. Einzig ihrem Sohn Rogar gelingt die Flucht. Traumatisiert und ohne Kenntnis über seine wahre Identität, wird er als Waisenkind unter dem Namen Faolán in das Noviziat eines Benediktinerordens aufgenommen, wo ihn der Abt vor den meuchelnden Fingern des Verräters zu bewahren versucht. Als der Jüngling Faolán aber eines Tages das Mädchen Svea kennenlernt, beginnt sich sein Leben auf dramatische Weise zu verändern. Sein bisheriges Weltbild gerät ins Wanken und seine Häscher wittern nach all den Jahren die Gelegenheit, ihren einstigen Verrat für immer vollkommen zu machen. Wenn man einen Debütroman eines für die Leser historischer Romane noch unbekannten Autors in den Händen hält, ist man sicherlich gespannt darauf, was einen erwartet. Mit Brudermord, dem ersten Teil der Eiswolf-Saga, widmet sich Holger Weinbach einer Zeit, in welcher zwar Ruhe und Frieden im Königreich Ottos I. herrschen, jedoch der Drang nach Macht, Reichtum und Gunst des Königshauses eines der persönlichen Motive des Hochadels war. Gerade der Konflikt um die Macht stellt das eigentliche Problem der damaligen Zeit dar. Diesen besagten Konflikt setzt der Autor anhand der Gegensätzlichkeit von Graf Farold und seines Bruders Rurik in Brudermord literarisch perfekt um. Holger Weinbach beschreibt nicht nur sehr detailliert und anschaulich den Lebensalltag im Mittelalter, sondern vermittelt anhand des Benediktinerklosters nahe Neustatt auch historisch belegbare Fakten über das Betreben des weltlichen Adels, Kirchen, Bistümer und Abteien mit Gütern auszustatten, die sie finanziell und militärisch handlungsfähig machten. Dies erfolgte meistens durch Schenkungen. Man fühlt sich beim Lesen mitten in das Geschehen hineinversetzt. Kopfkino vom Feinsten. Ein Beweis mehr dafür, dass der Autor sehr genau recherchiert hat, um seinem Erstlingswerk Leben einzuhauchen. Fazit:
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