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Rezension - Quantrill

Alfred Wallon
Quantrill
Cover: Wolfgang Stohr
Coverfoto: Printroom.com


Historischer Roman, Hardcover
Storykeeper (Persimplex Verlagsgruppe), Wismar, Juli 2010
292 Seiten / 16,90 €
ISBN: 9783942157254

William C. Quantrill, die Geißel des Südens, schrieb vor und während des Sezessionskrieges 1861 - 1865 blutige Geschichte. Mit seinen legendären Raiders versetzte er ganze Landstriche in Angst und Schrecken und terrorisierte über Jahre hinweg das Grenzland von Kansas.
Wer war Quantrill? Ein Teufel in Menschengestalt, oder vielleicht nur eine tragische Figur - geprägt von den Ereignissen einer vergangenen Zeit? Welche Motive bestimmten sein grausames Vorgehen in Lawrence/Kansas am frühen Morgen des 21. August 1863, als er eine ganze Stadt niederbrennen ließ und deren Bewohner terrorisierte? Welche Spuren hinterließ diese Politik der Zerstörung und des gnadenlosen Kampfes - und warum ranken sich bis heute noch Legenden um den Anführer dieser brutalen Guerillas der Südstaaten?

William Clarke Quantrill wurde als der blutigste Mann in den Annalen von Amerika beschrieben. Als Führer der Missouri Partisan Rangers und Guerillabande während des Bürgerkriegs war bekannt für seine Führungsqualitäten, seine hervorragende Reitkunst und seine taktische Kriegsführung. Er galt als ein Monster bei den Unionisten und wurde als Held bei den Sympathisanten und Verbündeten des Südens gefeiert.

Die Geschichte Amerikas im Allgemeinen und die Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges im Besonderen sind das Gebiet, auf dem sich der Autor Alfred Wallon bestens auskennt. Mit seiner jüngsten Veröffentlichung im Persimplex Verlag bringt der Autor ein beeindruckendes Bild des berühmtberüchtigten Guerillaführers dem Leser nahe. Auf der Grundlage von tiefgründigen historischen Begebenheiten gelingt es Alfred Wallon, wichtige Elemente aus dem Leben des William Clarke Quantrill in eine äußerst gute lesbare und glaubhafte Storyline zu packen. Doch dies ist noch nicht alles. Sehr gut gelungen ist die Darstellung der Meinungen der Führer der Union und der Konföderation zur Person des Quantrill, welche seine Feldzüge gegen die Zivilbevölkerung missbilligten.
Der Roman Quantrill beschreibt unter anderem sehr anschaulich, wie brutal, hinterhältig und rücksichtslos eine ganze Stadt zum Opfer eines auf Rache Sinnenden wurde. Gerade diese Passage trägt dazu bei, die seinen Ruf als blutigsten Mann in den Annalen von Amerika bestätigen.

Fazit:
Quantrill ist ein gelungener Roman, der anschaulich den Terror rivalisierenden Banden im Grenzgebiet zwischen Kansas und Missouri auf der Basis historisch verbriefter Fakten beschreibt.
Dem Autor ist es gelungen, dem geneigten Leser einen Teil des Lebens von William Clarke Quantrill zu vermitteln. Der Roman lässt sich flüssig lesen. Historische Abrisse anstelle von Kapitelüberschriften fügen sich sehr gut in das Gesamterscheinungsbild des Romans ein.

Bewertung:



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