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Iny LorentzDie Rose von Asturien Historischer Roman, Hardcover Im anbrechenden Mittelalter leben die Stämme der Waskonen ganz in der Nähe von Asturien und leben mehr oder weniger vom Raub der Schafe aus asturischen Herden. Doch es gibt einen Verräter unter den Waskonen, weshalb Graf Roderich einen Raubzug der Waskonen vereiteln kann und dabei den Häuptling Iker tötet und seine Tochter Maite gefangen nimmt. Womit keiner rechnet, dem Mädchen gelingt die Flucht. Doch ihr Hass auf die Asturier kennt keine Grenzen und Jahre später ergibt sich eine Gelegenheit für sie Rache zu üben. Maite nimmt ihrerseits Graf Roderichs Tochter Ermengilda gefangen. Jedoch merkt sie bald, dass ihre Rache sie nicht glücklicher macht. Ich habe mich bewusst bei der Zusammenfassung des Inhalts kurz gehalten, denn der geschichtliche Hintergrund war für mich das Interessanteste an der Story. Natürlich bedarf ein solcher Hintergrund der Protagonisten, die die Geschichte erst zum Leben erwecken, dennoch halte ich diese im Fall dieses Romans für austauschbar. Die Beschreibung der Zeit König Karls, das beginnende Mittelalter, und insbesondere die Detailliertheit bei der Schilderung dieser Epoche machten den Roman so reizvoll. So macht Geschichte Spaß. Die Entwicklung der Story war breit und gut durchdacht angelegt. Besonderes Augenmerk haben die Autoren auf die Charakterisierung der beiden weiblichen Hauptpersonen Maite und Ermengilda gelegt. Die beiden Frauen können von ihrer Herkunft, ihrem Charakter aber auch ihrem Werdegang nicht unterschiedlicher sein, dennoch spürt man als Leser sehr schnell, dass der anfängliche Hass, den sie aufeinander spüren, nicht von Dauer sein kann. Und so sehnt man sich beinahe danach, dass sie ihre wahren Gefühle endlich preisgeben. Als sie das Schicksal, welches sie teilen müssen, ereilt, offenbaren sich dann endlich ihre Stärken und Schwächen. Sowohl Maite als auch Ermengilda sind Protagonisten, die mir im Gedächtnis haften bleiben.
© Anke Brandt |