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Rezension - Die Herrin der Drachen - Die Zehn Kelche

Eva Mehrbrey
Die Herrin der Drachen - Band 1
Die Zehn Kelche

Fantasy, Paperback
Spielberg-Verlag, Regensburg, 2009
488 Seiten / 16,90 €
ISBN: 9783940609236

Aruna, die Herrin der Drachen, ist eine sagenumwobene Heldin von Nyanthar, die vor tausend Jahren im Kampf mit ihrer Kontrahentin, der Herrin der Schatten, fiel. Nun wandelt die Herrin der Drachen wieder auf der Welt – in der Gestalt der jungen Seryan. Die junge Frau ist auf der Reise durch die Lande Nyanthars, um ihr Erbe anzutreten. Unverzichtbar ist dafür ihr Schwert Drachenzahn, das im Schwarzen Turm auf seine Herrin wartet. Bevor sie jedoch an die Eroberung ihres Schwertes denken kann, braucht sie noch andere Artefakte Arunas – wie ihre Rüstung. Viel wichtiger ist jedoch, den Bund der Zehn Kelche wieder aufleben zu lassen und Gefährten zu finden, mit deren Hilfe sie gegen die Herrin der Schatten bestehen kann. Denn einige Anzeichen sprechen dafür, dass ihre alte Kontrahentin sich ebenfalls wieder regt und sich für eine Invasion und den erneuten Kampf mit der Herrin der Drachen rüstet. Tatsächlich findet Aruna / Seryan auf ihrer Reise Wegbegleiter, die den Bund der Zehn Kelche bilden könnten, und kann sie von ihrer erneuten Inkarnation überzeugen. Jedoch bemerkt sie, dass es noch viel mehr benötigt, die Herrin der Drachen zu sein als eine Vorbereitung auf ihr Schicksal durch einen weisen drachischen Mentor: Aruna bemerkt eine dunkle, schwer kontrollierbare Seite an sich, die ihr deutlich macht, dass sie auf ihrem Weg, die Aufgaben der Herrin der Drachen zu vollenden, nicht nur Gefahren von Außen zu meistern sind ...

Die lebhaften Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten und aus den verschiedensten Rassen stammen, die die klassische Fantasy zu bieten hat, sind das große Plus des Romans. Mit viel Engagement, Wortwitz und mit Sinn für Menschliches gestaltet Eva Mehrbrey die Gruppenkonstellation, das Zusammenfinden der Gruppe - was echtes Lesevergnügen bereitet.
Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass die Welt Sildar kaum beschrieben wird, abgesehen von einem vorangestellten Kapitel, indem einige Besonderheiten der Welt erklärt werden. Durch die konsequente Konzentration auf Dialoge und die Charakterentwicklung tritt das Bild der Welt, in der sich die Charaktere bewegen, sehr in den Hintergrund - was Schade ist, denn die Welt hat viel Seltsames und Schönes zu bieten. Hier wird, meiner Meinung nach, viel Potential verschenkt. Auch erinnert einiges auf der Heldenreise stark an Pen and Paper Rollenspiele. Das merkt man sowohl an dem Konzept der Magierschulen, die man in Rollenspielsystemen ähnlich findet, als auch an den typischen Rassen und Berufsbildern und dem etwas stereotypen Handlungsverlauf. Am Ende des Romans haben die Helden sich jedoch zu einer funktionierenden Gruppe zusammengefunden und bereits einige Abenteuer miteinander durchgestanden. Es bleibt mit der Fortsetzung also noch genügend Zeit, die Welt Sildar mit ihren Drachen, Göttern und Zauberwesen ausgiebig zu erkunden und sich überraschen zu lassen, welches spannende Schicksal die Helden wohl noch erwarten wird. Der Cliffhanger verspricht da einiges ...

Bewertung:



© Rebecca Hagelmoser

 

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