Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Paperbacks anderer Autoren / Romanhelden Fantasy - Der Ruf der Finsternis


Rezension - Der Ruf der Finsternis

Marcus Reichard
Der Ruf der Finsternis

Fantasy, Paperback
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, Januar 2011
576 Seiten/ 14,99 €
ISBN: 9783455402599

Das Siegel der Finsternis ist verschwunden. Der ehemalige Zauberlehrling Tenan konnte den machtvollen magischen Stein nicht retten. Während der Krieg um das Inselreich Algarad tobt, begibt sich Tenan ins Reich der Schatten. Doch ist er bereits stark genug, um in dieser Sphäre gegen den Herrn der Finsternis zu bestehen?
Eine große Kriegsflotte verlässt die Hauptstadt des Inselreichs Algarad. Ihr Ziel ist die Befreiung von Tenans Heimatinsel, die von den Horden des Todesfürsten besetzt wurde. Während Tenan auf der Überfahrt in das Geheimwissen der Dan-Ritter eingewiesen wird, ahnt niemand etwas von dem machtvollen Gegenstand, den ein südländischer Krieger rauben konnte und auf einem der Schiffe mit sich führt: das von allen gesuchte Siegel der Finsternis. Der Todesfürst Achest plant unterdessen den vernichtenden Schlag gegen das Menschengeschlecht: Er hat die geheime Schwimmende Festung entdeckt, auf der sich der Hochkönig verborgen hält und die das gesamte magische Wissen Algarads beherbergt.

Die Zusammenfassung des Inhalts habe ich für diese Rezension der Homepage des Hoffmann und Campe Verlages (www.hoffmann-und-campe.de) entnommen, weil ich es nicht treffender widergeben könnte. »Der Ruf der Finsternis« schließt direkt an den 1. Band »Das Siegel der Finsternis« an und führt die Geschichte fort. Und auch im 2. Band bleibt der Autor sich selbst und seinen Anleihen aus »Der Herr der Ringe« treu. ABER … er setzt diese »Anleihen« beinahe noch gekonnter um als im 1. Roman. »Der Ruf der Finsternis« lebt nicht von außergewöhnlicher Kreativität oder gar Ideenreichtum, sondern von der geschickten Umsetzung durch den Autor. Er nutzt Elemente, die sich bewährt haben, und präsentiert sie dem Leser in einem neuen Gewand. So fühlte ich mich als Leser irgendwie in heimischen Gefilden und war dennoch mehrfach überrascht, was dieses Heim an Unbekanntem barg.

Das Niveau, welches Markus Reichard im 1. Band bereits sehr hoch angelegt hatte, konnte er auch im 2. Teil durchweg halten. Spannende Unterhaltung, ein schnelles Erzähltempo, welches durch die kurzen Kapitel immer wieder dazu anregte weiterzulesen, und eine anspruchsvolle Sprache zeichnen »Der Ruf der Finsternis« aus.
Zu bemängeln gibt es einige Wiederholungen, die irgendwann dazu führten, dass ich manche Abschnitte quer lesen konnte, ohne etwas zu verpassen. Speziell in den Szenen mit Osyn und Ucek wurde für meinen Geschmack zu oft auf den Bannzauber und Osyns Misstrauen hingewiesen. Von Ucek selbst erfährt man hingegen nur das Nötigste. Schade, denn anhand der Figur Ucek hätte ich mir eine eingehendere Charakterisierung eines Gredows gewünscht.
Doch für die Gesamthandlung und Bewertung des Buches sind das nur Kleinigkeiten, denn insgesamt legt Markus Reichard auch mit diesem 2. Band ein sehr lesenswertes Werk klassischer Fantasy vor, welches ihm für meinen Geschmack genauso gut gelungen ist wie der 1. Teil.
Und nun heißt es Warten. Denn dieses Mal bleiben nahezu alle Handlungsstränge offen.

Bewertung:



Copyright © 2011 by Anke Brandt

 

© by 2011
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox