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Monika FeltenDas Erbe der Runen - Band 3 Die Schattenweberin Titelillustration von Torsten Reinecke und andere Titelgestaltung von Nele Schütz Design München Fantasy, Paperback Düstere Träume plagen Ajana, in denen ihre Mutter am Verschwinden der Tochter zu zerbrechen droht. Und so nimmt sie Abschied von dem geheimnisvollen Falkner Keelin, um das magische Reich Nymath zu verlassen. Doch das Weltentor ist versperrt, und Ajana ahnt nicht, dass die überall lauernden Gefahren erst der Auftakt zur letzten großen Schlacht der Götter sind. Romantisch und packend zugleich schildert dieser Roman die Abenteuer der Halbelfe und beweist: Monika Felten versteht es wie keine andere deutsche Autorin, sich in das Herz unzähliger Leserinnen und Leser zu schreiben. Nach einem langen Winter, in dem sich Menschen und Uzoma wieder einander angenähert haben, steht Ajana die Trennung von Keelin bevor. Der junge Falkner vom Schmerz des bevorstehenden Abschieds gequält, verhält sich schroff Ajana gegenüber - um ihr das Gehen zu erleichtern. Doch wer nun denkt, der letzte Band der Trilogie beschränke sich nur darauf, Ajanas Weg zu Ende zu führen, sieht sich in Monika Felten getäuscht. Die Autorin webt nicht nur ihre Nebel sondern auch die von ihr geschaffene Fantasywelt dicht weiter. Und so finden auch in Band 3 neue Charaktere Einzug. Zuerst die Felis, sprich Katzenfrauen (halb Raubkatze/halb Mensch), durch und durch wundervolle Geschöpfe, die eine perfekte Mischung aus Mensch und Tier darstellen. Ihre Gliedmaßen gleichen, bis auf den langen Schwanz, denen der Menschen, ihre Körper sind aber von einem seidigen Fell bedeckt. Und obwohl sich die Felis zumeist auf allen vieren bewegen, können sie auch mühelos aufrecht gehen. Kopf und Gesichtszüge weisen jedoch große Ähnlichkeiten mit Katzen auf, die spitzen Reißzähne und geschlitzten gelben Augen lassen keinen Zweifel daran, dass Tierblut in den Adern der Felis fließt. Dann ist da noch Yenu, eine junge Hedero, die nach ihrem Gefährten Wilnu sucht. Er ist einer der Auserkorenen, der in einer verborgenen Höhle – einem heiligen Ort – einer Felis zur »Begattung« dienen soll. Doch es kommt anders: Die Felis wird aus der Höhle entführt und in Gefangenschaft genommen und alle Männer, die mit ihr das Lager teilen sollten, getötet. Yenu, die zu der Höhle gegangen ist, fühlt sich am Tod der Männer schuldig, denn sie hat die Männer an Vhara verraten, weil sie ihren Gefährten für sich behalten wollte. Die Hedero wollen Yenu daraufhin töten, doch ihre Freundin Miya befreit sie und die beiden jungen Frauen können fliehen. Ajana reitet – nun, da ihr Entschluss gefasst ist, in ihre Welt zurückzukehren – zu dem heiligen Baum und Weltentor, dem Ulvars, der jedoch im Begriff ist, zu sterben. Ajana wird somit der Weg zurück in ihre Welt unmöglich gemacht. An dem Baum trifft sie die junge Göttin Asza, von der sie erfährt, dass Vhara, die Feuerpriesterin, noch lebt und Ajana bzw. deren Runenamulett will – und dass Vhara daher dafür sorgte, dass der heilige Baum abstirbt, damit Ajana nicht in ihre Welt zurückkehren kann. Somit schwebt Ajana und die Menschen ihres Umfelds wieder in höchster Gefahr, weil es die Feuerpriesterin nach wie vor auf sie abgesehen hat. Inahwen, Keelin und Gathorion brechen auf, um nach Ajana zu suchen, als sie deren Verschwinden bemerken. Auch sie erreichen den Ulvars und müssen erkennen, dass der heilige Baum von Vhara zum Sterben verurteilt wurde. Und noch ein weiterer Charakter betritt die »Bühne«: Suara, eine junge Nuur, die mehr als fünfzig Amazonen zusammengerufen hat. Sie alle warten auf die Erin, die ihnen verkündet, dass etwas Schreckliches geschehen ist, das gesühnt werden muss und sie berichtet den Amazonen von der Entführung der Felis. In der Begleitung der Erin ist eine Felis, die sich als Schwester der von Vhara entführten Katzenfrau zu erkennen gibt. Ajana und Arras erreichen die Festung am Pass, wo sich Ajana für die Weiterreise mit Proviant versorgen will. Abbas lässt über die Falkner dort eine Nachricht versenden – und auch Keelin erreicht kurze Zeit später die Festung. Von dort folgt er Ajana und Abbas mit einem Trupp durch die lebensbedrohliche Nunou (Wüste), in der die beiden in einen Sandsturm geraten, dem sie nur entkommen, weil Ajana wieder die Magie der Runen einsetzt. In einem Kerker des Bluttempels in Andaurien wird die Felis gefoltert, doch Vhara verschont deren Leben, denn sie will die Katzenfrau durch eine öffentliche Hinrichtung (Gottesurteil) als Köder für ihre Felis-Schwestern nutzen – um sie in die Tempelstadt zu locken und alle zu vernichten. Yenu wird auf der Flucht von einem Urwar angegriffen und verletzt. Miya bringt die Freundin zu den Kwannen. Dort wird Yenu zwar gesund gepflegt, aber Miya und sie in einen Käfig gesperrt, da sie als Opfer im Bluttempel dienen sollen. Als sie dorthin transportiert werden, gesteht Miya dann Yenu ein, dass sie sich den Streitern Callugars, die den alten Göttern huldigen, anschließen will. Von diesen werden sie dann auch – unter dem Anführer Jarmil – befreit. In Verkleidung der Kwannen schmuggeln sie sich in die Tempelstadt. Suara und ihre Begleiterinnen töten derweil Priesterinnen um sich in deren Gewändern ebenfalls in die Tempelstadt zu schmuggeln, in der alle Fäden zusammenlaufen.. Am Tage des Opferfestes, das Vhara für die Hinrichtung der Felis anberaumt hat, prallen alle aufeinander. Fragen über Fragen, von denen Monika Felten etliche meisterhaft beantwortet, andere aber geschickt offenlässt. So darf nach dieser Trilogie einfach noch nicht Schluss sein. Es muss für die Leser weitergehen. An den Romantext schließen sich wieder einigen Glossen an, die Aufmachung und das Lektorat sind ebenfalls ohne Fehl und Tadel – und auch das kleine handliche Taschenbuchformat erfreut erneut. Da stimmt alles. Fazit: © Alisha Bionda |