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Wellensang

Wellensang

Hrsg.: Alisha Bionda & Michael Borlik

Autoren:
Christel Scheja
Irene Salzmann
Barbara Jung
Alisha Bionda
Barbara Büchner
Marlies Eifert
Armin Rößler
Heike Reiter
Solveig Perner
Frank W. Haubold
Michael Borlik
Andrea Tillmanns
Linda Budinger
Arthur Gordon Wolf
Eddie M. Angerhuber
Dominik Irtenkauf
Ines Haberkorn
Lutz Schafstädt
Stefanie Bense

253 Seiten/ € 9,90
Schreiblust-Verlag Andreas Schröter

Alisha Bionda und Michael Borlik haben sich die Arbeit gemacht und aus über 200 Texten die 18 besten ausgewählt und eine Anthologie herausgebracht, die so in ihrer Form und Aufmachung wohl einzigartig ist. Nicht zuletzt, weil mit Patrick Hachfeld ein Künstler gewonnen werden konnte, der jede Geschichte mit einer extra angefertigten Illustration versehen hat. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit liegt dem Leser nun als „Wellensang“ vor und versteht es bereits von der ersten Seite an den Leser zu fesseln, zu begeistern und die Fantasie schweifen zu lassen.
18 Autoren und Autorinnen haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und Kurzgeschichten verfasst, die fast sämtliche Spielarten der Fantasy-Literatur umfassen. Mal gefühlvoll wie in der Titelgebenden Story „Wellensang“ von Linda Budinger oder in „Welt zwischen den Zeilen“ von Alisha Bionda, mal geheimnisvoll und mysteriös wie in „Das Lied der Krähe“ von Christel Scheja.
Dass Fantasy nicht immer realitätsfremd und abgehoben sein muss, beweist unter anderem Arthur Gordon Wolf in seiner Geschichte „Von Zähnen, Sternen und Feen“.
Dabei reicht die Palette von bekannten Namen der modernen deutschen Literatur bis hin zu unbekannten aber ungemein talentierten Newcomern. Auffallend ist dabei, dass es eben nur deutsche Autoren sind, die den Beweis dafür antreten, dass anspruchsvolle Fantasy nicht immer von englischsprachigen Schriftstellern verfasst werden muss, und auch nicht unbedingt in Hunderte von Seiten zählende Wälzer ausarten muss.
Die Autoren schöpfen sämtliche Möglichkeiten dieser Literatur-Gattung aus und bieten dem Leser eine abwechslungsreiche Mischung von Kurzgeschichten. Dass dabei nicht jede Story den eigenen Geschmack trifft, muss man akzeptieren und ist bei dieser Fülle an Stories unumgänglich.
Den Abschluss der Anthologie macht Stefanie Bense, welche mit ihrem Artikel „Fantasy im Dickicht der Definitionen“ ein wenig Struktur und Klarheit in das Genre bringt, welches selbst für Kenner oftmals eine unübersichtliche Zahl an Subgenres beinhaltet.

Fazit:
Phantastisches Lesebuch mit märchenhaften Illustrationen und Geschichten voller Einfallsreichtum und Kreativität.

© Florian Hilleberg

 

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