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M.F.W. Curran
Wächter der Schatten Dark-Fantasy, Taschenbuch Fantasy trifft auf Historik. Ein Konzept, dass zumindest im vorliegenden Fall aufzugehen scheint, denn Currans Roman ist ein temporeich und rasant geschriebener Action-Thriller, der Anfang des neunzehnten Jahrhunderts spielt, kurz nach dem Napoleons Truppen vernichtend geschlagen wurden. Die Idee mit dem im Verborgenen geführten Kampf zwischen Gut und Böse ist dabei nicht gerade neu, wird aber im vorliegenden Buch sehr originell aufgegriffen. Ähnlich verhält es sich mit dem Sekretariat, dem Geheimbund des Vatikans, der sich dem Kampf gegen das Böse verschrieben hat. Wer nun allerdings glaubt einen weiteren Roman um Kirchenskandale und Verschwörungen vor sich zu haben, täuscht sich gewaltig. Zwar gibt es auch einen Verräter innerhalb des Ordens, doch dessen Entlarvung ist eher sekundär und bildet das Tüpfelchen auf dem I. Die Charaktere sind authentisch und die beiden Protagonisten William Saxon und Kieran Harte wirken schnell wie gute Bekannte auf den Leser. Dass es zwischen den beiden auch schon mal zu ernsten Reibereien kommt verstärkt den Eindruck der Authentizität zusätzlich. Hierin liegt eine der Stärken des Romans. Liebhaber ausführlicher Beschreibungen von Schlachten und Scharmützeln kommen in diesem Buch ebenfalls gänzlich auf ihre Kosten, hier bildet das Highlight mit Sicherheit der Kampf an Bord der Iberer auf hoher See. Schnell stellt sich aber auch ein gewisser Gewöhnungseffekt ein, den der Autor dadurch umgeht, dass er der Ankunft der beiden Freunde in Rom und ihrer Ausbildung innerhalb des Ordens viel Platz in seinem Werk einräumt. So lebendig und vielschichtig die Protagonisten und ihre Gefährten beschrieben wurden, so blass und farblos wirken die Feinde und ihre Helfer. Die Krieger des Vampyrs und des französischen Feldherrn Cuassard, einem Dämonendiener, müssen natürlich, ebenso wie die Mönche des Ordens und die Matrosen auf der Iberer, als Kanonenfutter herhalten. Doch auch der Dämon aus der Pyramide, so wie Cuassard oder der Vampyr sind plakativ dargestellte Bösewichter ohne Profil. Hier offenbart der Schriftsteller ein ums andere Mal eine gewisse Abneigung gegen die Franzosen, die natürlich aus der damaligen Rivalität durch den Krieg gegen Napoleon resultiert, aber es darf bezweifelt werden, dass der Roman in Frankreich sich großer Beliebtheit erfreut. Der Roman weckt Äußerlich sehr ambivalente Gefühle. Die Zeichnung der beiden Schiffe auf der aufgewühlten See des Mittelmeers ist sehr detailliert und kunstvoll ausgefallen. Der flammenumkränzte Dämon, rechts oben im Cover, bildet dazu nicht nur einen scharfen Kontrast, sonder mag auch überhaupt nicht ins Gesamtbild passen. Hier wird die Annahme geweckt, dass dieses Motiv nachträglich eingefügt wurde, um etwas Dämonisches und Mysteriöses auf dem Buchdeckel zu haben. Fazit:
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