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China MiévilleDer Krake Originaltitel: Kraken; an anatomy Fantasy, Taschenbuch Was soll man machen, wenn plötzlich ein Gegenstand spurlos verschwindet und darauf alles drunter und drüber geht? Vor diesem Problem steht China Miévilles Hauptfigur Billy Harrow. Er ist Kurator am Naturhistorischen Museum in London. Eines Tages verschwindet die Hauptattraktion des Museums: ein konservierter Riesenkalmar. Kurz darauf sieht sich Harrow einer Unterabteilung von Scotland Yard gegenüber, die sich auf Grenzerfahrungen und außergewöhnliche Phänomene spezialisiert hat. Nicht nur das. Denn gleichzeitig gerät der Kurator in den Fokus einer Krakensekte, eines bizarren Duos namens Goss und Subby, eines Tattoos und grotesker Wesen und Halbgötter. Alle sind auf der Suche nach dem Kraken. Wieso, weiß eigentlich niemand so genau. Doch manche prophezeien, dass das Schicksal des Museumsstücks mit dem der Welt zusammenhängt. Wie dem auch sei, viel Sinn ergibt Miévilles neuester Roman eigentlich nicht. Er selbst betont dies sogar immer wieder in kurzen Absätzen. Somit ist man geneigt, den Roman schlicht und ergreifend wegzulegen. Wäre, ja wäre da nicht dieses Sammelsurium an obskuren Ideen, die den Roman doch ansatzweise interessant machen. Aus diesem Grunde ist es weniger die nicht vorhandene Spannung, die einem dazu bringt, das Buch zu Ende zu lesen, sondern eher die Neugierde, mit welchen Ideen der Autor auf der nächsten Seite aufwartet. Was die Sprache anbelangt, so wirken die verschnörkelten und verschachtelten Sätze, die teilweise an den Stil theologischer Schriften erinnern, zunächst originell, besonders da Miéville diesen Stil dazu nutzt, mit ironischen Bemerkungen nur so um sich zu werfen. Noch dazu geht es ja letztendlich um Religion an und für sich in diesem Buch. Ab der Mitte des Romans aber beginnt der Schreibstil zu nerven, da er zu oft dieselben Wendungen benutzt. Fazit: Eine Aneinanderreihung grotesker Ideen, die jedoch keinen nennenswerten Sinn ergeben. Copyright © 2011 by Max Pechmann |