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Rezension - Cademar - Mysteria - Das Tor des Feuers

Peter Freund
Mysteria - Das Tor des Feuers

Fantasy, Hardcover mit Schutzumschlag
cbj, München, August 2008
416 Seiten / 18,95 €
ISBN: 9783570133637

Nikos Herkunft umgab schon immer ein Geheimnis. Er weiß nicht, wer sein Vater ist – und wenn er seine Mutter nach ihm befragt, vermag sie ihm nicht den kleinsten Hinweis zu geben. Als Niko dann auf einem Dachboden einen alten seltsamen Umhang entdeckt, gibt ihm sein Leben so viel Rätsel auf wie nie zuvor: Er legt den Umhang um – und befindet sich urplötz-lich in einer fremden Welt. In MYSTERIA, der Welt hinter den Nebeln, leben Menschen und Alwen, Noktaner und Drachen, Gestaltwandler und andere Wesen, von denen Niko noch nie gehört hat. Vor allem aber lebt in MYSTERIA ein grausamer Herrscher, der Niko mit all seiner schwarzen Gewalt zu zerstören versucht. Nur wenn Niko das legendenumwobene Tor des Feuers findet, wird er sein Leben retten können. Je näher der Junge dem Zentrum der dunklen Macht kommt, umso näher kommt er auch seinem eigenen Geheimnis ...

Ich habe dieses Buch bereits im Sommer 2008 gelesen und war hellauf begeistert von Peter Freunds Ideenreichtum. Es ist der erste Teil einer Trilogie und spielt in den beiden Welten Erde und Mysteria.
Niko Niklas ist gerade auf dem Heimweg, da bemerkt er, dass ihn jemand ruft. Er geht dem Ruf nach und landet in einem Antiquariat, wo sich sein Senshei Nalik Noski mit dem Antiquar unterhält. Er will nicht stören, und stöbert in den Regalen. Da fällt ihm ein uraltes Buch entgegen. Gerade will er es zurückstellen, sieht er auf dem Einband eine eingeprägte Rune. Auch er hat eine Rune, an einer Kette um den Hals. Er schaut in das Buch und denkt es ist ein Fehldruck, denn es hat Textlücken. Da überrascht ihn der Antiquar Siegward Schreiber und behauptet, das Buch habe ihn gefunden und daher müsse er es mitnehmen. Und damit fängt dann alles an.
Auf dem Speicher seines Opas in Oberrödenbach findet Niko einen alten Mantel. Auch er trägt eine Rune. Niko legt ihn um – und findet sich in einer anderen Welt wieder! Mysteria, wie er später erfährt. Er lernt Ayani, ein Alwenmädchen kenne, die vor den Schergen des Tyrannen Rhogarr von Khelm fliegt. Dieser ist durch Verrat an König Nelayn an die Macht gekommen. Aber auch Niko ist jetzt gefährdet, er legt den Mantel, der sich auf die linke Seite gedreht hat, wieder um – und ist wieder auf Opas Speicher! Einige Tage später findet er in der Ellerheide drei Findlinge, die ebenfalls mit Runen gekennzeichnet sind. Er geht hindurch, und ist wieder in Mysteria. Hier rettet er gleich den beiden Alwen Ayani und Arawann vor den Schergen das Leben. Niko stellt fest, dass auch Ayani eine Kette mit Rune trägt, und ist ent-setzt weil er seine beim Kampf verloren hat. Er will zurück, aber es geht nicht, und er erkennt, dass das an der verlorenen Kette liegen muss. Mit den beiden Alwen geht er in ihr Dorf, und erfährt von ihrer Mutter Maruna, dass er der prophezeite, lang ersehnte Retter des Alwenvolkes sein muss, und er muss das Schwert Sinkkâlion finden. Niko will nicht so recht an diese Prophezeiung glauben, aber da er sowieso seine Kette wieder finden muss, geht er schließlich mit Ayani auf die Suche nach der Kette und dem Schwert. Die beiden erleben viele Abenteuer auf ihrem Weg. Sie müssen gegen Saga, die Gestaltswandlerin kämpfen, und außerdem auch noch gegen magische Geschöpfe. Es gibt jedoch auch welche, die ihnen helfen. Der Schluss birgt eine Überraschung, die hier jedoch nicht verraten wird!

Fazit:
Peter Freund hat in diesem Buch einen Spannungsbogen begonnen, der sich über das Ende des Buches hinaus erstreckt. Es werden einige Fragen daraus beantwortet, aber auch welche neu aufgeworfen. Es gibt auch kleine Spannungsbögen, die in dem Buch enden. Man kann gut unterscheiden, wenn sich etwas auf der Erde oder eben in Mysteria abspielt, da sich die Schrift dann ändert. Alles in allem ist es ein spannendes, mitreißendes Buch, das nicht nur Jugendliche, sondern bestimmt auch Erwachsene fesselt. Er schreibt flüssig und un-kompliziert, was ich sehr schätze. Ich will nicht bei jedem zweiten, dritten oder vierten Satz überlegen müssen, was der Autor hier wohl meint. Die Spannung bleibt die ganze Zeit er-halten. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen!

Bewertung:



© Rosemarie Lerchenmüller

 

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