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Märchenmond
Von Wolfgang & Heike Hohlbein Gebundene Ausgabe Ueberreuter 1983 394 Seiten / 19,95 Euro ISBN: 3-8000-2381-4 Märchenmond. ( Ab 12 J.). Eine phantastische Geschichte
Ich gebe freimütig zu, bis ich 1985 erste Bekanntschaft mit Wolfgang Hohlbein machte, weil er, seine Familie und ich Nachbarn – und später Freunde – wurden, und mir seine Frau Heike „Märchenmond“ in die Hand drückte, war ich eher ein Gegner des Fantasy-Genres. Ich habe mich sowohl „Herr der Ringe“ als auch sonstigen Fantasy-Klassikern verweigert. FÜR ALLE DIE DAS TRÄUMEN NOCH NICHT VERLERNT HABEN! war der erste Satz, der mir bei „Märchenmond“ ins Auge sprang. Und ich fühlte mich irgendwie angesprochen. Völlig zu Recht! Dieser Roman war eines der Bücher, das mich zurück in meine (lesende) Kindheit versetzte. Hinzu kam der fesselnde und dennoch leichtfüßige Stil des Autors, von dem ich vorher nie etwas gehört, geschweige denn gelesen hatte. Und ich bin froh, dass das mit „Märchenmond“ ein Ende fand, denn seither lese ich jedes Hohlbeinbuch. Weniger, weil er anders ist als andere Autoren, sondern weil er einfach zu fabulieren versteht und den Leser mit auf eine Reise aus dem Alltag nimmt – in diesem Fall durch das Land Märchenmond. Sehr schnell ist man „mitten drin“, besteht Gefahren und Abenteuer in einem bunten phantastischen Reigen von realen und weniger realen Charakteren und abenteuerlichen Schauplätzen. Umgeben von Drachen über Riesen – führt uns unser literarischer Weg bis an die Gläsernen Burgen. Komme ich zurück zu meiner Beifahrerrolle, ich war plötzlich dankbar dafür, denn ich konnte Märchenmond – einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen. Und habe es auch nicht. Auch wenn ich nicht mehr zu der Zielgruppe gehörte. Doch Märchenmond ist wie alle anderen Hohlbein-Fantasywerke ein Buch für jede Altersklasse. Ich bin der beste Beweis dafür. Ich habe „Märchenmond“ im Laufe der Jahre mehrmals gelesen und finde immer wieder neue Perspektiven und zähle nicht zu den Kritikern dieses Romans, die ihm zu starke Parallelen zu „Der Herr der Ringe“ vorwerfen. Im Gegenteil. © Alisha Bionda |