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Rezension - Der Sternstein von Mongonthûr

Jens Schumacher
Ambigua
Der Sternstein von Mongonthûr
Titelbild und Karte: Steffen Winkler

Fantasy, Hardcover
Schneiderbuch Verlag, Juli 2008
13 Seiten / 14,95 €
ISBN: 9783505124754

Der dreizehnjährige Fabian Volta lebt in einem freundlichen Waisenhaus (siehe auch Saskia Burmeister +magical) mit dem Namen Regenbogenhaus, seit seine Eltern unter ungeklärten Umständen verschwanden. Damals war er zwei Jahre alt. Im Waisenhaus schottet er sich gern ab mit nur wenigen Freunden. Dafür hat er in dem Kunstschreiner Conrad C. Cellert einen wunderbaren Freund gefunden. Er besucht Conrad nach dem siegreichen Basketballspiel gegen die Mannschaft einer anderen Schule, dem Weg zur Bezirksmeisterschaft einen Schritt näher gekommen. Als er seinen alten Freund erreicht, sieht er noch, wie ein riesiger Fremder durch die Hintertür seiner Werkstatt verschwindet. Bei einer guten Tasse Tee erzählt ihm Conrad eine spannende Geschichte, ohne dass Fabian ahnt, dass die Geschichte Teil einer anderen Wirklichkeit ist.
Alles begann mit Ignaz Origo vor dreißig Jahren, als er zu Conrad einen Fensterrahmen brachte, der über und über mit Schnitzereien überzogen war. Conrad wurde von dem ihm Fremden aufgefordert, den Rahmen zu reparieren. Dafür erhielt er nicht nur ein Bündel Geldscheine, sondern auch einen Einblick in eine fremde Welt. Conrad erzählt Fabian alles, was er bis zum Überfall erfuhr und warum er jetzt mit einem Herzinfarkt im Krankenhaus liegt.
Hier beginnt Fabians Abenteuer, denn Conrad übergibt ihm den Schlüssel zu seiner Schreinerei mit der Bitte aus dem Tresor einen Edelstein herauszunehmen und diesen nach Ambigua zu bringen, jener Welt, durch die man gelangt, wenn man bestimmte Fensterrahmen durchsteigt. Was Fabian zu diesem Zeitpunkt nicht weiß, ist, dass es der Sternstein von Mogonthûr ist. Fabian macht sich auf den Weg, den Wunsch des alten Kunstschreiners zu erfüllen, wird währenddessen von einem insektoiden Einbrecher überrascht und flieht Hals über Kopf durch einen geheimnisvollen Fensterrahmen. In der fremden Welt angekommen lässt er sich auch gleich mal das wichtige Schmuckstück stehlen. Auf der Suche nach dem Schmuckstück lernt er seltsame Wesen kennen, die ihm helfen wollen. So wie es aussieht, muss er auch gleich mal die Welt retten.

Die unbekannte Welt wimmelt voll unglaublicher Lebewesen, Mäuslinge, Krebsdämonen, Nilpferd-Mönche, geflügelte Glühechsen, Gestaltwandler und, und, und ... Jens Schumacher ist ein phantasievoller Schriftsteller, mit dem ich bereits ein Interview führen konnte. Wer mehr über ihn wissen will, lade sich den phantastischen Bücherbrief 417 aus dem Internet herunter und gehe auf die Internetseite von Jens. Seine phantastischen Erzählungen sprühen vor Witz und tollen Ideen. So gab es in der Reihe um den magischen Stein einen sprechenden Rucksack in Form eines Nilpferdes. Hier treffen wir in den Nilpferdmönchen wieder auf das Tiermotiv. Auch der erste Band seiner neuen Trilogie ist ein ganz besonderes Werk. Fesselnd, abwechslungsreich, lustig, manchmal etwas gewalttätig. Trotzdem oder gerade deswegen eine überzeugende Mischung. Ein Jugendbuch ab zehn Jahre für die Erwachsenen bis achtzig Jahre. Generationenübergreifend gut. Aber das eigentliche Zielpublikum sind die Leserinnen und Leser zwischen etwa acht und fünfzehn Jahre. Ihnen dürfte es nicht schwer fallen, in die schriftstellerische Haut des Jungen Helden zu schlüpfen und an seiner statt die Abenteuer zu erleben.

Bewertung:



© Erik Schreiber

 

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