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Rezension - Der letzte Elf

Silvana De Mari
Der letzte Elf

Fantasy, Kinderbuch, Hardcover
Cbj Verlag, Juli 2008
368 Seiten/ 16,95 €
ISBN: 9783570134788

Yorschkrunsquarkljolnerstrink ist ein Unlängstgeborener und ganz allein in einer Welt, die im nicht enden wollenden, sintflutartigen Regen zu versinken droht – auch das letzte Reservat der Elfen, in dem er seine Großmutter, seine einzig verbliebene Verwandte und Bezugsperson, zurücklassen musste. Sein Ziel ist unbestimmt und so irrt der kleine Elf durch die unwirtliche Welt. Er hat Hunger, ist bis auf die Haut durchnässt und wünscht sich nichts sehnlicher, als eine warme Unterkunft und ein wenig zu essen. Da trifft er auf eine junge Frau namens Sajra, die ihn nach einigen Verständigungsschwierigkeiten in ihre Obhut nimmt. Dies scheint anfangs gar nicht so, denn Yorsch kennt sich mit den Gepflogenheiten der Menschen nicht aus und findet ihre Ausdrucksweise über die Maßen ungenau. Für Sajra ist diese Freundschaft ein gefährliches Unterfangen, denn Elfen gelten wegen ihrer magischen Kräfte als überaus gefährlich und jeder, der ihnen Hilfe oder Unterschlupf gewährt, riskiert, selbst am Galgen zu enden.
Doch der letzte Elf hat eine Bestimmung, er muss die Welt aus dem dunklen Zeitalter der Kälte und des ewigen Regens befreien, aber dazu muss er zunächst ein anderes verwaistes Wesen finden: den letzten Drachen.

Silvana De Mari beweist mit dem Buch »Der letzte Elf«, dass selbst ein altbekanntes Thema wieder neu belebt werden kann. Die Geschichte „Der letzte Elf“ ist humorvoll, begeisternd, mitreißend und voller Gefühl geschrieben. Die Personen im Buch sind unglaublich liebevoll charakterisiert und dabei sehr anschaulich beschrieben.
Obwohl ein Kinderbuch, kann ich »Der letzte Elf« Lesern jeden Alters empfehlen. Die Geschichte lebt von den Dialogen, wobei insbesondere der Drache ein ihm ganz eigenes Weltbild von den Menschen entwirft. Und das in einer Art, die mir als Leser so manches Lächeln ins Gesicht zauberte.
Aber auch einiges an Wahrheiten hat die Autorin in die Geschichte eingeflochten. Wie eingangs erwähnt, leben die letzten Elfen in Reservaten, was mich sehr an das Leben der Indianer erinnerte. Doch mit den Vergleichen haushaltet die Autorin sparsam, weshalb der Leser nie das Gefühl bekommt, dass die Geschichte darauf aufbaut. Im Gegenteil, De Mari geht mit dem kleinen Elfen ihren eigenen Weg.
In einigen Rezension wird »Der Letzte Elf« gar mit dem »Kleinen Prinzen« verglichen, doch da würde ich meinen, dass sich das auf die Liebenswürdigkeit der Figuren beschränkt. Die Geschichte um Yorsch ist eigentlich eine ganz banale klassische Fantasystory, die durch die Besonderheiten der Charaktere erst zu etwas Besonderem wird.

Bewertung:



© Achim Reutlinger

 

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