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Bernhard HennenAlica und die Dunkle Königin Titelillustration: Jill Baumann Titelgestaltung von Nele Schütz Design, München Fantasy, Hradcover Alica reist zum Rittergut ihrer Großeltern und damit mitten hinein in ein Fantasy-Märchen der etwas anderen Art: In dem Gemäuer treibt ein Geisterfalke sein Unwesen und Alica verliebt sich bald in einen jungen Husaren, der ihr im Spiegel erscheint. Und dann taucht auch noch der Heinzelmann Wallerich auf, von Köln in die Eifel strafversetzt, um den Falken mit Magie, modernster Technik und Alicas Hilfe nach 'Nebenan' zu bringen - der Welt der Fabelwesen. Auf dem Rücken der Möwe Schnapper stürzen sich die beiden ins Abenteuer und rufen damit die Dunkle Königin hinter den Spiegeln auf den Plan. Bernhard Hennen ist den Fantasy- und Phantastiklesern längst ein Begriff. Nun hatte ich bisher nur Texte für Erwachsene von ihm gelesen und „Alica und die Dunkle Königin“ war mein erstes Jugendfantasybuch des Autors. Angesiedelt ist die Rahmenhandlung in der Eifel. Ein Spuk der um das Herrenhaus Greifenstein rankt, das Alica Bäuers Großeltern gehört und auf das sie geschickt wird. Doch richtig phantastisch wird es, als Alica den Zauberspiegel im Bad entdeckt, durch den man nach „Nebenan“ gelangt. – was sie dann auch mutig vollbringt.. Dort hört sie von der Dunklen Königin, Arduinna Silva, der Göttin der dunklen Wälder und der Jagd – geheimnisvoll und unbarmherzig –, die im Laufe der Jahre zur Dunklen Königin wurde und um die die Sage rankt, dass, wer sie erblickt, des Todes ist. Alica begegnet „General Lollejan“, dem Oberbefehlshaber aller Kobolde, Soldat „Knochenheiß“, „Buddel“, dem Reithasen, „Kleereißer“, dem Feigling, der sobald er einen Schuss hört auf und davon hoppelt und darüber hinaus zu blöd ist, um Erbsen und Hasenköttel zu unterscheiden, Kobolden, die Nussschalen als Sturzhelme tragen und vielen weiteren wundersamen Gestalten. . Die Mixtur von „Alica und die Dunkle Königin“ ist eine geschickte Verknüpfung historischer Ereignisse mit Fantasyelementen – selbst die erste Liebe wird hier einmal anders eingebettet – und entführt den Leser auch in eine Handlung im Jahre 1812. Und genau diese Mischung macht es aus. Es sind die liebevollen „Kleinigkeiten“, die in die Story einfließen und die sie letztendlich ausmachen. Sei es der „Orden der Goldenen Haselnuss“ oder das „Altenheim für irregeleitete Kobolde“, um nur zwei zu nennen. So viel zum Text des Buches, komme ich zur Aufmachung die wie immer bei Ueberreuter souverän und ansprechend, das Papier bestens, Layout und Schriftgröße sehr augenfreundlich ist – einzig das Lektorat ist nicht optimal und hätte etwas sorgfältiger sein dürfen. Besonders negativ ins Auge stachen die „ganz“-Kombinationen, die sich durch den gesamten Text ziehen und auf die ein guter Romantext im Gros verzichten sollte: ganz unverhohlen, ganz verzweifelt, ganz kalte Hände, ganz zufrieden, ganz offensichtlich, ganz übel, ganz frisch ... etc. pp. Aber auch stilistische Stolpersteine wie „ Sie wirkten wirklich ergriffen“, die aber eher die Seltenheit waren. Ein humorvolles, märchenhaftes Fantasyabenteuer für Jung und Alt. © Alisha Bionda |