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Rezension - Die Tochter der Midgardschlange

Wolfgang Hohlbein
Die Asgard Saga
Die Tochter der Midgardschlange

Fantasy, Hardcover
Baumhaus Verlag, Oktober 2010
560 Seiten/ 17,99 €
ISBN: 9783833939013

Katharina wächst als Waisenkind unter der Obhut eines Pfarrers in dem kleinen Dorf Ellsbusch auf, bis sie eines Tages miterleben muss, wie sowohl die Burg als auch das Dorf Ellsbusch von Nordmännern, die wie gehörnte Dämonen aussehen, angegriffen und ausgelöscht werden.
Auf ihrer Flucht trifft Katharina ausgerechnet auf den Wikingerjungen Ansgar, dem sie während eines Gerangels das Leben rettet. Katharina, die nun heimatlos ist, schließt sich den Wikingern an. Das merkwürdige Muttermal auf ihrer Schulter, welches die Form einer Schlange hat, bestimmt ihr weiteres Schicksal und dies ist von Flucht, Verrat und Schmerz geprägt. Doch sie findet auch Freunde und beinahe so etwas wie ein Zuhause. Aber die Mächte, die an dem Mädchen interessiert sind, werden immer mehr und bald weiß sie nicht mehr, wo sie hingehört und wem sie trauen kann. Innerlich aufgewühlt und zerrissen trotzt Katharina allen Ratschlägen und sucht ihren eigenen Weg. Doch wo wird er sie letztendlich hinführen und kann sie wirklich noch allein über ihr Schicksal bestimmen?

»Die Tochter der Midgardschlange« ist der zweite Teil der Asgard-Saga. Erschienen im Baumhaus Verlag erwartete ich als Leser natürlich einen Jugendroman und wurde in dieser Hinsicht nicht enttäuscht. Mehr Gutes kann ich über den Roman unter dem Aspekt Asgard-Saga aber auch nicht berichten.
Entgegen des ersten Teils »Thor«, der zumindest ansatzweise die nordische Mythologie zum Thema hat, beschränkt sich diese im zweiten Teil darauf, dass die Wikinger zum Teil ihre nordischen Götter anbeten. Ansonsten ist »Die Tochter der Midgardschlange« einfach nur ein historischer Roman aus der Zeit der Wikinger. Das Leben dieses Volkes und die Schwierigkeiten, welche sie beim Ansiedeln in fruchtbaren Regionen hatten, wird anhand des Schicksals von Katharina erzählt. Dabei bedient sich Wolfgang Hohlbein seiner gewohnt epischen Erzählweise, die er auch hier wieder gekonnt spannend umsetzt. Als Leser gelang es mir recht gut, mich in die Hauptfigur hineinzuversetzen, obwohl mir ihre Trotzigkeit etwas überzogen erschien. Aber … der Funke wollte nicht so recht überspringen.
Was ich am meisten vermisste, waren die mythologischen Elemente, die ich in einem Roman der Asgard-Saga einfach erwartete. Auch erschloss sich mir die Bedeutung des Buchtitels nicht.
Geblieben ist ein durchschnittlicher historischer Roman, der wohl spannend und unterhaltsam zu lesen war, aber meine Erwartungen in keiner Weise erfüllen konnte.

Was mir an diesem Buch extrem auffiel, waren die vielen Rechtschreibfehler, die sich von Seite zu Seite mehrten. Das fand ich sehr schade.
Durch die konsequente Großschreibung von »recht haben« (der Duden empfiehlt hier die Kleinschreibung, die auch meist verwendet wird), fiel mir auf, wie oft der Autor diese Formulierung tatsächlich benutzt hat. Viel zu oft und ich frage mich, warum das dem Lektor/ Korrektor nicht aufgefallen ist.

Fazit:
Alles in allem ist »Die Tochter der Midgardschlange« eine enttäuschende Fortsetzung (?) der Asgard Saga. Wäre er unabhängig als historischer Jugendroman erschienen, hätte er sicher eine Leserschaft erreicht, der das Buch gefallen hätte.

Bewertung:

 

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