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Rezension - World of Warcraft - Heft 1

World of Warcraft Heft 1
Fremder in einem fremden Land
Walter Simonson , Ludo Lullabi, Sandra Hope

Comic, Heft
Panini, April 2008 Stuttgart
60 Seiten /3, 95 €

Er erinnert sich nicht, wer er ist und woher er kommt. Er wird von Orks eingefangen und zusammen mit zwei verfeindeten Elfen als Gladiator ausgebildet. Man nennt ihn Kroki-Futter, weil er nur knapp dem Schicksal entronnen ist, von einem Krokodil gefressen zu werden. Er weigert sich zu kämpfen, bis seine Leidensgefährten von anderen Gladiatoren angegriffen werden. Drehung um 180 Grad, Gewinn der Gladiatorenkämpfe, neuer Name: Lo’Gosh, »Geisterwolf«, der neue Champion des Purpurnen Rings in Düsterbruch.

Den Comic kann man mit zwei Begriffen beschreiben: banal, testosterongeladen. Die Story hat keinen Tiefgang, man prügelt und metzelt sich. Männliche Wesen mit extrem unnatürlich großen und vielen Muskeln und eine knapp bekleidete, riesenbusige, oft in voyeuristischen Posen dargestellte Elfe runden das Bild eines Comics für pubertierende männliche Teenager ab. Na dann, ihr Jungs, viel Spaß damit …
Alle anderen sollten lieber zum Manhwa »Warcraft – The Sunwell Trilogy« greifen. Die Story ist zwar ebenfalls eher schwach, aber zumindest die Zeichnungen kommen extrem gut (und realistischer) rüber. Da kann der grobe, zwischen (schlecht kopiertem) Manga- und amerikanischem Zeichenstil gehaltene Comic nicht mithalten.
Der treue Fan hat die Qual der Wahl zwischen zwei Ausgaben (d. h. zwei Coverversionen): der Comicshop- und der Kiosk-Ausgabe. Der treue Fan wird sich wohl auch beide kaufen, es sei denn, er will sein Geld lieber in etwas anderes (Besseres) investieren.

Bewertung:

 



© Ulrike Dansauer

 

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