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Rezension - The Music of the Spheres

Angel Special: Lorne
The Music of the Spheres

Autor: John Byrne
Zeichner: John Byrne
Farben: Ronda Pattison
Lettering: Chris Mowry
IDW Publishing, San Diego, März 2010
52 Seiten / 7,99 $
ISBN: 9781600107238

Los Angeles, in den Comics von »Angel-After The Fall« einmal komplett zur Hölle geschickt und wieder zurück auf der Erde, stellt auch im Angel Special: »Lorne«, wie auch in der TV-Serie, den Handlungsort für die vorliegende Story dar. Dort in L.A. tauchen drei Entitäten namens Discord, Disharmony und Cacophony auf, Wesen, älter als die Zeit, deren ewiges Ziel die Zerstörung der Musik der Sphären ist, um dadurch alle Universen zu vernichten.
Bereits Aristoteles habe die Theorie aufgestellt, dass alle Sterne und Planeten auf unsichtbaren, kristallenen Sphären befestigt seien, die sich um die Erde drehen. Wenn sich diese Sphären berühren, ertönt Musik, die aber nicht von Menschen gehört werden kann. Drei perfekte Noten könnten die Sphären zerstören und damit den gesamten Kosmos.
Angel, Illyria und der Groosalugg erhalten in diesem Kampf, der nicht mit Waffen allein zu führen ist, Unterstützung von Lorne.
Nachdem Lorne erfahren hat, dass er unter Krebs leidet und höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat, kehrt er zurück nach Los Angeles, um die alte Gang nochmals zu sehen und wird in den Strudel der Ereignisse hineingezogen. Letztendlich ist es auch er, der die Welt und das gesamte Multiversum rettet.

Mit diesem Comicband soll an den früh verstorbenen Schauspieler Andy Hallett erinnert werden, der in der Fersehserie »Angel-Jäger der Finsternis« (2000 - 2005) den grünhäutigen, gehörnten Krevlornswath (»Lorne«) of the Deathwok Clan verkörpert hat.
Andy Hallett verstarb am 29.03.09, im Alter von nur 33 Jahren, an einer Herzmuskelerkrankung. Bei Angel stieg er in der 2. Staffel, in der Folge »Judgement«, ein und war bis zum Ende der Serie dabei.
Lorne war ein sanftmütiger Charakter, der aus einer anderen Dimension, aus Pylea zur Erde kam. Lorne auch bekannt als »The Host«, führte eine Karaoke-Bar, das »Caritas«. Zu seinen speziellen Fähigkeiten gehörte, wenn jemand sang, in dessen Seele zu blicken und seine Zukunft lesen zu können.

Mit »The Music of the Spheres« ist es dem englischen Autor und Zeichner John Byrne jedenfalls gelungen, eine intelligente Story um den Charakter Lorne zu schreiben, die einerseits über die nötige Action verfügt und andererseits es schafft, besonders gegen Ende, anrührend zu sein, ohne dabei kitschig zu werden. Auch zeichnerisch würde ich den Comic als gelungen bezeichnen und sehe lediglich das Cover als kleinen Schwachpunkt. Das kann Byrne auf jeden Fall besser, wie die interior art beweist. Byrne kann man getrost als Altmeister unter den Comicschaffenden bezeichnen. Ist sein Name doch verknüpft mit Figuren wie den Uncanny X-Men, Alpha Flight, Fantastic Four, Wolverine, Superman u.v.a.
Aber auch das vorliegende Angel Special ist nicht seine erste Arbeit, die sich mit der Figur des Angel beschäftigt. Mit »Blood & Trenches« hat er, ebenfalls für IDW, 2009 eine vierbändige Serie geschaffen, die vor allem durch ihre sehr realistischen Schwarz/Weiß-Zeichnungen besticht.

Das Angel Special hat aber übrigens noch mehr zu bieten als nur die Geschichte »The Music of the Spheres«. An die Hauptstory schließt sich ein vierseitiger Comic an, schlicht betitelt mit »Lorne«. Autor ist Bryan Lynch, der ebenfalls bereits einige Angel-Comics geschrieben hat und der Lornes Rolle in den After The Fall-Comics nochmals in Versform zusammenfaßt. John Byrne liefert dazu das Artwork und darf dieses Mal eine andere Facette seiner Kunst zeigen, in dem er sich hier eines cartoonartigen Stils bedient.

Aber damit ist noch nicht Schluß. Mark Lutz, der in der Angel-Serie den Groosalugg gespielt hat und der mit Andy Hallet befreundet war, schreibt seinen ganz persönlichen Nachruf und öffnet sein privates Fotoalbum. Auch Herausgeber Chris Ryall läßt es sich nicht nehmen, in seinem Nachwort auf die Gründe für die Publizierung dieses Comicbandes näher einzugehen. Den Abschluß bilden 2 wunderbare Farbseiten von Andy als Lorne.

Fazit:
Allen Beteiligten ist es gelungen, mit »Lorne« dem verstorbenen Andy Hallet wie auch der von ihm verkörperten Figur des Lorne einen würdigen Tribut zu zollen und sein Andenken zu ehren. Unabhängig von dieser Intention, liegen mit diesem Comicband zwei sehr gute Arbeiten aus dem von Joss Whedon geschaffenen Angel-Universum vor. Für alle Angel- und natürlich besonders alle Lorne-Fans ein absolutes must have.

Bewertung:



Copyright © 2010 by Stefan Bellack

 

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