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Terminator: InfinityText: Simon Furman Zeichnungen: Nigel Raynor Comic, Paperback 2009 ist er mit viel Krach und Brimborium aus der Versenkung wieder aufgetaucht: Der Terminator ist zurück! Nicht nur im Kino feiert das Franchise, das mit Arnold Schwarzenegger in seiner Figur als T-800 bzw. T-850 groß geworden ist, sein Comeback – auch im Comic gibt es neue Geschichten rund um die dunkle, von Maschinen beherrschte Zukunft, in der John Connor bzw. der Widerstand und Skynet gegeneinander antreten. Und während McG als Regisseur in »Terminator: Die Erlösung« erstmals einen gesamten Film während des Krieges gegen die Maschinen spielen lässt, schlägt »Terminator: Infinity« in genau dieselbe Kerbe. Der Comic kam in den USA im Jahr 2007 als fünfbändige Serie unter dem Namen »Terminator 2: Infinity« auf den Markt und hatte zumindest insoweit Erfolg, dass die Hefte mit weiteren Nummern und Crossovern der Figur Painkiller Jane weitergeführt wurden. Die deutsche Veröffentlichung bei Dynamite/Panini fasst die ersten fünf Hefte und somit den ersten Storyzyklus zusammen. Entgegen der Bezeichnung »Terminator 2« in der Originaltitelgebung werden auch Ereignisse aus dem Film »Terminator 3: Rebellion der Maschinen« berücksichtigt. Im Prolog lernen wir die titelgebende Figur kennen: einen neuen Terminator-Typus mit der Bezeichnung »T-Infinity«. Optisch sieht er wie die Mischung aus dem Lord Grievous von Star Wars (u.a. bei »Clone Wars«) und dem klassischen Terminator-Modell aus. Im Jahre 2033 von Skynet in Betrieb genommen, eliminiert er alle Terminatoren, die in ihrer spezifischen Zeitlinie keinen Erfolg bei der Tötung von John Connor oder Teilen seiner Familie hatten. Auf den ersten Seiten erwischt es in der berühmten Ladenszene (»Uzi – 9 mm« – Terminator 1 von 1984) Arni, im Epilog Terminatrix Kristinna Loken aus dem dritten Teil der Filme. »Terminator: Infinity« ist vom Grundsatz her eine gelungene Idee, eine eigenständige Fortsetzung der Ereignisse der ersten drei Filme, auf deren Basis hier ein weiteres Geschehen variiert wird. John Connor als gebrochene Figur liegt da nahe, ist es doch schwer, der »Auserwählte« zu sein. Im Laufe der Handlung findet John allerdings in seine Rolle – und hat sogar Gefallen daran, den Maschinen entgegen zu treten, wieder Sinn in seinem Leben zu sehen. Dennoch ist das Ganze etwas mit dem Holzhammer inszeniert. Neben den fünf ersten Bänden der US-Hefte findet man im Softcover noch die Cover und Variant-Cover der amerikanischen Hefte. Darunter sind echte Highlights, und man kann nur spekulieren, warum Dynamite/Panini gerade das unattraktivste und am wenigsten gelungene Motiv als Cover für die deutsche Ausgabe ausgewählt haben. Vielleicht, weil es dem Leser noch am ehesten gelingt, damit gedanklich eine Verbindung zu den Film-Terminatoren zu schlagen. Insgesamt ist »Terminator: Infinity« eine gute Um- bzw. Fortsetzung des Franchise im Medium Comic. Ein bisschen mehr Story und weniger Action hätten mir persönlich noch etwas besser gefallen, aber eine actionlastige Geschichte ist »Terminator« ja schon immer gewesen. Der Sammelband im Softcover kostete bei Erscheinen 14,95 Euro, inzwischen scheint der Preis aber um 2 Euro auf 16,95 Euro gestiegen zu sein (im Shop auf www.paninicomics.de). Aber auch das ist noch im Rahmen dessen, was ein wirklicher Fan gerne für Terminator-Comics ausgeben wird. Allen anderen wird die Story vielleicht etwas zu dünn sein, um zu überzeugen.
© Sascha Vennemann |