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Ren KitakamiSignal Red Baby Manga, Taschenbuch Kabuki: Das ist der Name für ein traditionelles japanisches Theater, in dem nur Männer spielen - auch die Frauenrollen. Der Manga Signal Red Baby erzählt von den Beziehungswirren einer solchen Theatergruppe. Die Autorin verlegt ihre Shonen-Ai-Romanze (Shonen Ai bedeutet Liebe zwischen meist jungen Männern) in das Umfeld des Kabuki-Theaters. Schade nur, dass die interessante Welt des Kabuki nur eine Schablone bleibt, aus der man auch für das Shonen Ai viel mehr hätte rausziehen können. Dafür stehen die Beziehungsgeflechte zwischen den einzelnen (natürlich schwulen) Männern im Vordergrund. Dabei geht der Manga sowohl in der Hauptgeschichte als auch in der Extra-Story auf das Thema mangelnde Kommunikation und Verletzlichkeit ein: Die beiden Väter von Shogo sagen dem Jungen nicht die Wahrheit. Der Ersatzvater liebt Shogo zwar, kann es dem Jungen aber nicht zeigen. In der zweiten Geschichte hat der Gefährte von Shogos wahrem Vater Angst vor einer Trennung. Um sich nicht zu sehr an seinen Geliebten zu binden, will er nichts von dessen Vergangenheit wissen. Aber Shogos Vater hätte gern, dass sein Liebhaber mehr Interesse an ihm zeigt. Leider arten die Beziehungsgeflechte in dem Manga oft zu Beziehungswirrwarr aus, weil zu lange offenbleibt, was die Figuren eigentlich sagen wollen beziehungsweise meinen. Der Manga ist aus gutem Grund erst für Jugendliche ab 16 Jahren empfohlen: Es geht teilweise recht deftig zur Sache. Die Zeichnungen sind in Ordnung, wenn auch das gängige Zeichen-Schema für Shonen-Ai-Jungs zu sehr kopiert wird. Insgesamt gesehen eine nette, aber nicht wirklich innovative Geschichte, wie man sie in diesem Genre (zu) oft antrifft.
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