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Rezension - Sex = Love2

Mayu Shinjo
Sex = Love2
Aus dem Japanischen von Costa Caspary

Manga, kartoniert
Egmont Ehapa Köln, 2009
Ab 18 Jahren
192 Seiten/ 6, 50 €
ISBN: 9783770470648

Kumiko hat einen großen Traum: Sie will Lehrerin werden. Leider findet ihr Vater das nicht so töfte. Um ihm zu beweisen, dass es ihr wirklich ernst ist, will sie dem schwierigen Schüler Ryo Nachhilfe geben. Der stellt sich auch gleich quer. Allerdings anders, als Kumiko das erwartet hat. Denn anstatt fleißig mit ihr zu lernen, versucht der sexbesessene Ryo sie zu verführen. Kumiko wehrt sich, muss sich allerdings eingestehen, dass sie Ryo schon irgendwie attraktiv findet. Nur: Wenn sie mit ihrem Schüler eine Beziehung eingeht, kann sie sich von ihrem großen Traum endgültig verabschieden!
Schön sind die Zeichnungen ja. Heißt: Sehr hübsche Jungs und Mädels. Über den Inhalt bzw. das Fehlen desselben kann man allerdings streiten. Im Prinzip ist das, was sich Inhalt nennt, nur Lückenfüller für die nächste Sexattacke Ryos. Und als wäre das nicht genug, kommt auch noch Ryos gleichermaßen sexversessener Rivale Minato ins Spiel, der Kumiko genauso unverfroren an die Wäsche geht. Und wie die Klischees es so wollen, sind beide groß, stark, gut aussehend, mehr als selbstbewusst und Testosteron sprühend, während die einige Jahre ältere Kumiko winzig, niedlich, zierlich (dabei großbusig), unschuldig und gegenüber dem wortwörtlich starken Geschlecht schwach ist. Denn selbst wenn sie will, sie kann sich schon rein körperlich nicht gegen die übermächtigen Jungen wehren. Also mal wieder ein total »emanzipiertes« Frauenbild. *gähn* Außerdem auffällig: Wie alt muss Ryo beim ersten »Kontakt« gewesen sein, wenn er immer noch zur Schule geht, obwohl Kumiko mittlerweile eine fertig ausgebildete Lehrerin ist? Nach Adam Riese wohl nicht älter als 13 oder 14 Jahre - und da kann er in diesem Alter schon eine beeindruckende Liste an vernaschten Frauen und einen ausgesprochen männlichen, hoch gewachsenen Körper aufweisen ...
Realitätsnah ist dieser Manga also mit Sicherheit nicht. Die Altersangabe finde ich allerdings etwas übertrieben. Sooo viel sieht man vom Geschlechtsakt nun auch wieder nicht, dass nicht 16 Jahre als Altersbegrenzung genügt hätten.

Fazit:
Feuchte Träume für unkritische Geister.

Bewertung:



© Ulrike Dansauer

 

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