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Rezension - Sehnsuchtssplitter: Geschichten von der Liebe

Ako Shimaki
Sehnsuchtssplitter: Geschichten von der Liebe

Manga, Taschenbuch
Carlsen, Hamburg, Juli 2011
192 Seiten / 5,95 €
Ab 14 Jahren
ISBN: 9783551775290

Der Einzelband erzählt 4 Geschichten von der Liebe: In Sehnsuchtssplitter hat sich die unscheinbare Chie damit abgefunden, bloß das Anhängsel ihrer Freundin Mika zu sein und als Bote für deren Verehrer zu fungieren – bis sie Horikawa kennenlernt. Der hübsche Junge ist der Erste, der sie als sie selbst sieht. Mizuho ist in Ein einziger Mondstrahl in den Freund ihrer Schwester Megumi verliebt. In einer Mondnacht stiehlt sie ihm einen Kuss. Aber etwa zur gleichen Zeit kommt Megumi bei einem Autounfall ums Leben. Mizuho macht sich Vorwürfe, weil sie vermutet, dass das die Strafe für ihr Verhalten war. In Der falsche Bräutigam läuft Aya weg, weil sie verheiratet werden soll. Sie kommt bei einem Jungen unter, der ihren Namen kennt und auch sonst viel über sie weiß. Was Aya nicht errät: Er ist schon lange in sie verliebt und ging anstelle seines Freundes zur Heiratsvermittlung, um Aya für sich zu gewinnen. Manami und Satori gelten in Immer und überall zusammen als hässlich: Sie sind zu dünn, ihre Augen zu groß. Deswegen werden beide ständig gemobbt. Aber eines Tages landen sie in einer Welt, in der eine schlanke Figur und große Augen als schön gelten. Nur hat die Sache trotzdem einen Haken.

Die ersten 3 Geschichten sind schön und einfühlsam erzählt, auch die Zeichnungen sind gut – obwohl man sich erst mal an den stechenden Blick der Jungen-Figuren gewöhnen muss. Themen wie Zwangsheirat, Unvollkommenheit des Charakters oder Grausamkeiten der Schüler untereinander werden angesprochen und für die kurz gehaltenen Stories gut reflektiert. Die letzte Geschichte schwächelt: Die Figuren, die gehänselt werden, sind eigentlich schön und damit lesergefällig gezeichnet. Sinnvoller wäre es allerdings gewesen, wenn die Figuren hässlich und die Welt, in die sie gekommen wären, ebenfalls mit hässlichen Figuren bevölkert gewesen wären. Auffällig auch, dass die Zeichnerin die eigentlich hässlichen Figuren in wenigen Panels nur angedeutet hat. Will man damit die Leser nicht erschrecken und/oder sie an ihre eigene körperliche Unvollkommenheit erinnern? Unglaubwürdig: Die beiden leben ein Jahr lang in der anderen Welt als Puppen, ohne dass es auffällt. Selbst als sie ein Kind bekommen, fällt das nicht wirklich auf. Und woher kommen auf einmal die Kleidungsstücke für das Baby? Diese Ungereimtheiten machen es schwer, sich mit der Geschichte anzufreunden.

Bewertung:



Copyright © 2011 by Ulrike Dansauer

 

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