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Rezension - Noble Contract

Kae Maruya
Noble Contract

Manga, Taschenbuch
Carlsen, Hamburg, August 2010
232 Seiten / 6,95 €
ISBN: 9783551752833

Shonen-Ai-Mangas, die die gleichgeschlechtliche Liebe zwischen jungen Männern behandeln, sind gerade bei Mädchen sehr beliebt. Und das vor allem wegen der romantischen Geschichten und den äußerst gut aussehenden männlichen Charakteren. Auch der Manga Noble Contract lässt Mädchenherzen höher schlagen.
Hikaru arbeitet für einen japanischen Reiseveranstalter. Aber eigentlich wünscht er sich, im Ausland tätig zu sein. Als er eines Tages im Park über den gut aussehenden Leo stolpert, nimmt er den entkräfteten Mann mit zu sich nach Hause. Leo entpuppt sich allerdings als ziemlich herrischer Zeitgenosse. Er verpflichtet Hikaru gleich dazu, für eine Woche sein persönlicher Reiseführer zu sein. Hikaru, ganz überrumpelt, nimmt an. Während dieser Zeit entspinnt sich eine leidenschaftliche Liebe zwischen den beiden. Aber als Hikaru erfährt, dass Leo ein Königssohn und auch noch verlobt ist, scheint die Beziehung beendet.
Der in sich abgeschlossene Band bietet reichlich Klischees, die für das Shonen-Ai-Genre typisch sind. Superhübsche Kerle in blond und dunkelhaarig, einer davon bestimmend, der andere eher passiv. Die Probleme, die Homosexuelle in der Gesellschaft und gerade in Japan haben, werden - wie meist - nur am Rande erwähnt. Angesprochen wird dagegen der Standeskonflikt, der in diesem Manga für den zentralen Konflikt zwischen den Figuren sorgt. Die Zeichnungen sind sehr schön und filigran, typisch für Mangas für Mädchen. Als Extra gibt es ein Nachwort und zwei kleine zusätzliche Strips. Insgesamt solide Kost für ältere Jugendliche, die aber wenig Neues bietet.

Bewertung:



Copyright © 2011 by Ulrike Dansauer

 

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