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Rezension - Matrix Comics

Matrix Comics
Band 1
Autoren/Zeichner: verschiedene Comic-Künstler


Die meisten Storys beruhen auf einer Idee von den Matrix-Erfindern Andy und Larry Wachowski.

Panini Comics
160 Seiten/19, 95 €
ISBN: 9783866075870

Diese Anthologie, die mit einem Vorwort von Redakteur Spencer Lamm beginnt, das auf die Entstehung der Anthologie eingeht, beinhaltet vielgestaltige Comics, die sich rund um das Matrix-Universum drehen. Die meisten Geschichten beschäftigen sich mit dem Thema, inwiefern die »Bewohner« der Matrix merken, dass sie in einer digitalen Welt leben oder wie das Leben außerhalb der Matrix aussieht. Eine Geschichte ( »Kleine Informationseinheiten«) behandelt die Zeit vor der Herrschaft der Maschinen über die Menschen. Schade, dass es nur eine ist, denn dieses Thema könnte man ruhig weiterverfolgen. Vielfältiger als die Themenwahl sind dann schon die der Zeichenstile und der Art und Weise, wie man Bilder und Texte kombiniert. Denn gerade Letzteres reicht von bebildertem Text ( »Goliath« von Neil Gaiman u.a.), Textdateien mit eingebundenem Comic ( »Kleine Informationseinheiten«) bis zum Comic selbst in (fast) all seinen zeichnerischen Variationen. Es gibt allerdings keinen einzigen Manga, was verwundert, wenn man bedenkt, dass z. B. »Animatrix« v.a. aus Animes besteht. Ebenfalls auffällig: Keine einzige Künstlerin ist vertreten; die Künstler sind ausnahmslos männlich. Schade, auch wenn hin und wieder weibliche Hauptfiguren in den Geschichten auftreten. Ein ausgewogeneres Verhältnis männlich-weiblich wäre wünschenswert. Die Zeichnungen selbst sind sowohl schwarz-weiß als auch bunt. Der Grundton des Layouts ist mal schwarz, mal weiß. Die Zeichenstile reichen über Funny ( »Kapiert?«), 60er ( »In der wirklichen Welt gibt es keine Blumen«), kantig-eckig ( »Ein weniger freudloses Leben«) bis zu realistisch ( »Goliath«, »Ruth«). Außer für Manga-Fans müsste also für jeden Geschmack etwas dabei sein. Den meist ernsten und nachdenklichen Inhalten ist die eher düstere, z.T. bedrohliche Farbgebung geschuldet, in denen dunkle Grün-, Blau-, Schwarz- und Erdtöne vorherrschen. Die meisten Geschichten (außer »Brennende Hoffnung«, die ich einfach nur langweilig finde, da der Spannungsaufbau nicht geglückt ist) sind vom Inhalt her gut bis sehr gut und regen zum Nachdenken an. Allerdings finde ich den Preis von fast 20 Euro ziemlich heftig. Dafür hätten mindestens ein Hardcover und mehr Bonusmaterial (z. B. eine Artgalerie, nicht nur ein zusätzliches Bild) her müssen.

Bewertung:

 


© Ulrike Dansauer

 

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