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Rezension - Lustiges Taschenbuch 422: Die Unverbesserlichen

Walt Disney
Lustiges Taschenbuch 422: Die Unverbesserlichen

Comic
Egmont Ehapa, November 2011, Berlin
250 Seiten / 4,99 €

Mit 9 knackigen Geschichten wirbt Ehapa für dieses TB, das im Zuge des 60-jährigen Jubiläums der Panzerknacker erschienen ist. „Knackig“ darf man dann allerdings nicht nur auf die Panzerknacker-Geschichten beziehen, denn deren gibt es in dem TB nur zwei: Die Unverbesserlichen und z.T. Federleicht. Deshalb nur von diesen beiden eine kurze Inhaltsangabe.
Die Unverbesserlichen: Die Panzerknacker sind mal wieder in ihre Stammzelle eingefahren – nur dass diese zusammen mit dem Gefängnis stillgelegt werden soll. Das darf nicht sein, schließlich ist die Stammzelle zu einem zweiten Zuhause für die Knackis geworden. Und das neue Gefängnis entspricht mit gesundem Essen, fehlender Zwangsarbeit, dafür aber mit Gruppengesprächen so gar nicht dem Geschmack der Panzerknacker. Und so setzen sie alles daran, sich zum einen nicht erwischen zu lassen und zum anderen ihr Gefängnis zu retten.
Federleicht: Schon seit längerem scheint den Bewohnern in Entenhausen alles leicht von der Hand zu gehen – kein Wunder, verringert sich doch die Schwerkraft aufgrund eines herannahenden Planeten immer mehr. Gleichzeitig tüftelt Daniel Düsentrieb für Geizhals Dagobert Duck eine panzerknackersichere Wand aus. Sie soll so stabil und dicht sein, dass nichts und niemand mehr in sie eindringen kann. Leider erreicht der Erfinder gerade das Gegenteil: Die Wand wird durchlässig und die Panzerknacker nutzen das gnadenlos aus…
Insgesamt wieder ein abwechslungsreiches TB mit netten, unterhaltsamen Geschichten rund um Entenhausen und Micky Maus.

Walt Disney
LTB Sonderedition Panzerknacker 1-4 (Polizeirevier Entenhausen 176-761, 176-671, 176-617 und begnadigt), wahlweise im Schuber

Comic
Egmont Ehapa, November 2011, Berlin
304, 303, 304 und 304 Seiten / je 7, 50 €

Diese Sonderedition bringt im Gegensatz zum LTB 422 einzig Panzerknackergeschichten; Band 1 und 3 warten mit 10, Band 2 und 4 mit 8 Geschichten auf. Je Band gibt es zwei deutsche Erstveröffentlichungen. Ich beschränke mich auf die Inhaltsangabe der Erstveröffentlichungen, da die anderen Geschichten zumindest den Fans schon bekannt sein dürften.
Erpressung live: Die Panzerknacker haben sich diesmal eine besonders gemeine Art ausgedacht, an Geld zu kommen: Sie stören alle Radiosender und lassen ihren absolut talentlosen Opa Panzerknacker das Programm gestalten – und zwar so lange, bis Geld eintrudelt…
Nie wieder Geldspeicher: Wieder einmal ging ein Cup auf Dagobert Ducks Geldspeicher daneben. Und die Panzerknacker wollen sich lieber lohnenderen Gestaden zuwenden. Außer Opa, der in seinem Alter die Tradition weiterpflegen will.
Ehrlich jetzt?: Die Panzerknacker haben es satt: Immer, wenn sie versuchen, Dagobert Ducks Geldspeicher zu knacken, geht die Sache schief. Stattdessen wollen sie es mit dem Pfad der Tugend versuchen. Aber Opa Panzerknacker ist dagegen.
Was denn nun?: Um in der beliebten Sendung Was denn nun? kräftig abzusahnen, beschließen die Panzerknacker, die Kandidaten zu beobachten um herauszufinden, welche seltsamen Berufe sie ausüben. Zunächst scheint alles nach Plan zu laufen. Aber dann passiert eine Panne.
Räuber-Rap: Auf der Suche nach neuen Talenten findet Dagobert Ducks Agent, dass ausgerechnet der Räuber-Rap der Panzerknacker ein Hit werden könnte. Tatsächlich kommt der Rap sehr gut an. Doch das Luxusleben im Rampenlicht hat nicht nur sonnige Seiten.
Alles im Blick: Daniel Düsentrieb erfindet für Dagobert Duck ein Kontrollsystem für dessen Geldspeicher, das nur auf Dagoberts Netzhaut reagiert. Doch das schreckt die Panzerknacker nicht ab. Sie versuchen, mit einem speziellen Fotoapparat die Netzhautstruktur Dagoberts einzufangen.
Knacker allein fährt trotzdem ein: Nachdem die Panzerknackerbrüder zusammen reihenweise vergeblich Cups gestartet haben, beschließen sie, es allein zu versuchen. Anfangs scheint auch alles nach Plan zu verlaufen.
40 Millionen auf der Flucht: Endlich haben die Panzerknacker es geschafft, Dagoberts Geldspeicher um sage und schreibe 40 Millionen Taler zu erleichtern. Allerdings gibt es einen Haken an der Sache: Jeder einzelne Geldschein ist mit einem Peilsender versehen. Den Panzerknackern bleibt nur eine Wahl: Das Geld so schnell und teuer wie möglich auszugeben, bevor Dagobert sie erwischt …

Die Geschichten sind insgesamt leichte, aber unterhaltsame Kost. Nur eine Sache stört manchmal, und das sind Ungereimtheiten bei den Stories: Finden die Panzerknacker z.B. in einer Geschichte ihre Stammzelle noch ganz töfte, ärgern sie sich in anderen Geschichten darüber, wieder mal eingefahren zu sein. Diese Ungereimtheiten fallen umso mehr auf als dass die Stories jetzt kompakt zu lesen sind. Eine Idee, die man ruhig hätte weiterverfolgen können: In Nie wieder Geldspeicher bestimmt der Leser, wie die Story weitergehen könnte. Mehrere Optionen stehen zur Auswahl. Das Prinzip kennt man schon aus Büchern und es macht sich in Comicform gut. Gerade Rollenspieler dürfte diese Idee ansprechen.

Insgesamt gesehen eine gelungene Sonderedition.

Bewertung:


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