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Rezension - Ka Shin Fu

Makoto Tateno
Ka Shin Fu

Manga, Softcover
Egmont Ehapa, Köln, Juli 2010
192 Seiten / 6,50 €
ISBN: 9783770472017

Starre Traditionen und moderne junge Menschen: Dass das nicht zusammenpasst, demonstriert der Manga Ka Shin Fu.
Das altehrwürdige Familienunternehmen Korenji sucht verzweifelt einen Erben. Deshalb werden die beiden Cousins Yuichi und Shu dem Mädchen Mitsuko vorgestellt. Sie soll sich aussuchen, wen von beiden sie heiraten will. Aber es kommt anders, als das Familienoberhaupt denkt: Mitusko brennt mit ihrem Chauffeur durch. Außerdem sind die beiden Cousins ineinander verliebt. 20 Jahre später ist immer noch kein Erbe in Sicht. Deshalb machen sich die beiden Cousins auf die Suche nach nahen Verwandten. Sie spüren Mitsukos Sohn und den Sohn ihres verschwundenen Onkels auf. Aber sind die beiden wirklich geeignet, ein so großes Unternehmen zu führen?

In diesem Einzelband dreht sich alles um die fiktive Familie Korenji und deren homosexuelle Verwicklungen. Dass da ein Erbe auf der Strecke bleibt, ist nicht weiter verwunderlich. Geboten werden, wie im Shonen-Ai-Genre (Liebe zwischen jungen Männern) üblich, schöne Jungs nach dem üblichen Schema: Entweder sind sie süß und niedlich hilflos oder schön, stark, ernst, geheimnisvoll. Einzig Shu entspricht nicht ganz dem Schema: Der Casanova und Lebemann mag neben Jungs auch Mädels - möglichst viel, wenn‘s geht. Interessant an diesem Manga ist die Rolle der Frau: Sie dient eigentlich nur dazu, Nachwuchs zu produzieren und hat Liebschaften ihres Mannes zu ertragen und dessen uneheliche Kinder aufzuziehen. Die Großmutter fügt sich in diese Rolle, verzweifelt aber an ihr. Mitsuko versucht der ihr aufgezwungenen Rolle zu entfliehen, stirbt aber letztlich durch den Druck, den die Großmutter auf sie ausübt. Die Verzweiflung der Frauen wirkt sich auch auf das Leben der Männer aus. Insgesamt klingt also in dem Manga Kritik am starren Rollenklischee der Geschlechter und an einengenden Traditionen durch. Das macht ihn wieder lesenswert.

Bewertung:



Copyright © 2011 by Ulrike Dansauer

 

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