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Rezension - Farscape - Strange Detractors - Band 1 - 4

Rockne S. O`Bannon, Keith R. A. DeCandido, Will Sliney
Farscape - Strange Detractors
Band 1 - 4

BOOM! Studios, Los Angeles, März-Juni 2009
je 28 Seiten/ je 3,99$

Die Crew der Moya gelangt auf einen Handelsplaneten, auf dem innerhalb kürzester Zeit alle Wesen durchdrehen, sich streiten, aggressiv werden.
Auch John, Aeryn, Chiana, Jothee und Noranti bleiben nicht verschont. Kaum zurück auf Moya beginnen auch dort die Streitigkeiten untereinander und selbst Moya befolgt nicht mehr die Befehle Pilots.
Als hätte man nicht genug eigene Probleme, trifft auch noch ein Hilferuf von Hyneria, Rygels Heimatwelt, ein. Dort sind ebenfalls alle von dem seltsamen Virus befallen.
Schließlich verlässt John, mit seinem Sohn Deke, per Shuttle, Moya und fliegt zu einem Planeten mit einer Ärzteenklave. Dort erfährt er, dass die Whaela`an den Virus verbreiten um, nachdem sich die Planetenbewohner gegenseitig oder selbst getötet haben, den jeweiligen Planeten dann zu übernehmen. Aber das ist noch nicht die ganze Wahrheit: Die Whaela`an selbst sind der Virus, entstanden durch Experimente der Ärzteenklave.
John wird immunisiert und kehrt mit dem Antivirus und Sikozu, die er auf dem Planeten getroffen hat, zurück zu Moya. Dort lässt er sich auf Virus-Größe verkleinern und zusammen mit den Antikörpern in Aeryns Blutbahn injizieren. Nach Aeryn wird Schritt für Schritt die ganze Besatzung sowie auch Pilot und Moya immunisiert. Daraufhin folgen die betroffenen Planeten.

Will Sliney`s Zeichnungen sind leider sehr cartoonhaft, die Charaktere zwar immer noch gut erkennbar, aber man wünscht sich Tommy Patterson, den Zeichner der ersten Farscape-Miniserie, zurück. Auch sind die Hintergründe kaum ausgearbeitet und das Ganze wirkt oft doch recht dilettantisch.
Wie immer erscheinen die Hefte mit unterschiedlichen Cover, wobei am gelungensten wiederum die Arbeiten von Joe Corroney sind. Aber hier in Deutschland hat man selten die Wahl und man muss nehmen, was man bekommt.
Story und Script sind - wie bei der ersten Serie - von Farscape-Erfinder O`Bannon und dem versierten Autor DeCandido.
Der Wortwitz hat bei Farscape schon immer eine große Rolle gespielt und so finden sich auch hier, gerade bei Johns Kommentaren, Anspielungen auf Comic-Superhelden (Hank Pym), den Fantasy-Film (Der Dunkle Kristall) oder die klassische Horrorliteratur (Frankenstein).
Gerade diese Art von Humor trug seinerzeit sicherlich auch zum Erfolg von Farscape bei. (Ich erinnere mich z. B. noch an Johns Star Wars-Zitate.)
Bei der Rettungsaktion mit dem Antivirus wurde natürlich gehörig bei »Fantastic Voyage« abgekupfert und der Kurzauftritt des Skeksis aus »Der Dunkle Kristall« ist ebenfalls beachtenswert.
Schön auch das Wiedersehen mit Sikozu, die ebenfalls schon einmal zur Moya-Besatzung gehörte und die ihren ersten Auftritt in der ersten Folge der 4. Staffel hatte.
Auch Peacekeeper-Kommandantin Mele-On Grazya ist kurz zu sehen. Sie konnte man erstmals in Folge 20 der 3. Staffel kennenlernen. Und es gibt auf dem Handelsplaneten sogar eine kurze Szene mit einem Tavlek aus der zweiten Folge der 1. Staffel.
Diese Reminiszenzen sieht man als Fan gerne, doch darf man dabei nicht vergessen, dass die vorliegende Storyline an sich sehr simpel gestrickt ist und das die Darstellung der Viren als humanoide Wesen doch ziemlich »bescheuert« ist. Das schlechte Artwork trägt ein Übriges zum recht negativen Gesamteindruck bei.

© Stefan Bellack

 

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