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Pierre SeronDie Minimenschen Maxiausgabe - Band 1 Originaltitel: Les Petits Hommes Übersetzung aus dem Französischen von Bernd Leibowitz Comic-Album, Hardcover Dass die Minimenschen nicht besonders groß sein können, verrät ja schon der Titel. Aber nicht groß zu sein, heißt ja nicht, nix auf den Schlappen zu kriegen. Klar, die Menschlein von der Größe einer Maus müssen sich vor selbiger fürchten und auch Heuschrecken sind als Gegner nicht zu verachten, aber was an Größe fehlt, reißt die Pfiffigkeit wieder raus. So erholt man sich relativ rasch von dem Schock, durch die Wirkung eines Meteoriten auf Minigröße geschrumpft zu sein und errichtet eine hypermoderne Stadt innerhalb der Zisternen der alten Heimatstadt Eslapion. Immer darauf bedacht, von den »Großen« nicht entdeckt zu werden, bedienen sich die Minimenschen mithilfe von kleinen Flugschiffen und anderen Erfindungen aus der Welt oberhalb der Zisternen und erleben eine Menge Abenteuer. Sechs davon sind in diesem Band enthalten: Schade, dass dieser Band »nur« ein Vorwort von Lucky-Luke-Zeichner Achdé zu bieten hat, aber der Verlag kündigt ausführliche Erläuterungen zu Leben und Werk Serons für die nachfolgenden Bände der Minimenschen an. Ansonsten verliebt man sich gleich in die putzigen Gesellen, die ihr Schicksal so clever und mit Humor meistern. Wie meist bei Sammlungen fällt auch hier auf, dass der Zeichenstil des Künstlers sich im Laufe der Zeit entwickelt, bis er »charakteristisch« für die Serie wird. So sieht Renaud, die Hauptfigur der Minimenschen, im ersten Comic »Alarm in Eslapion« von 1967 noch recht bieder aus mit der einigermaßen gescheitelt-geschniegelten Frisur. Später wuchert der Pony für Renaud typisch über die Stirn hinaus und der Haarwirbel am Hinterkopf ist deutlich zu sehen. Auch die Augen beschränken sich im ersten Comic auf zwei schwarze Knopfäuglein, während später die Pupille von viel Augenweiß eingerahmt wird. Wer sich vom Zeichenstil her an »Spirou« erinnert fühlt: Kein Wunder, denn Seron hat für das gleichnamige Magazin gezeichnet, dessen charakteristischer Strich als Marcinelle-Schule in die Comicgeschichte eingegangen ist. Fazit:
© Ulrike Dansauer |