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Ayane Ukyo Desire © Max - Band 1 bis 3 Aus dem Japanischen von Christine Steinle Manga, kartoniert
Mio, eine 17-jährige Schülerin, muss neben der Schule für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Da ihre Mutter im Krankenhaus liegt, kümmert sie sich außerdem noch um ihren kleineren Bruder und um den Haushalt. Eines Abends fällt sie einem Rowdy in die Hände, der ihr ihren ersten Kuss stiehlt. Und das Beste: Dieser Blödmann entpuppt sich ausgerechnet als Shoei, der Musterschüler ihrer Klasse und der Sohn ihres Vermieters. Außerdem ist er sehr, sehr reich – im Gegensatz zu Mios Familie, die arm wie Kirchenmäuse ist. Durch die Freundschaft von Mios totem Vater mit Shoeis Vater darf Mio jetzt bei den reichen Jinnais arbeiten. Aber da ihr Shoei ständig an die Wäsche geht, fühlt sich Mio dort alles andere als wohl. Bis sie entdeckt, dass sie und Shoei früher gut befreundet waren. Aber sie kann sich nicht mehr erinnern, warum sie diese Freundschaft aus ihrem Gedächtnis gelöscht hat. Als sie nach und nach hinter das Geheimnis kommt, fängt sie an, für Shoei mehr als nur freundschaftliche Gefühle zu entwickeln. Aber das passt ihrem Bruder gar nicht, da er Mio für sich allein haben will … Gute Zeichnungen, aber eine 08-15-Story nach dem Schema »Erotisch-wilder Kerl vergreift sich ständig an unschuldigem Mädchen«. Eine stilvolle Eroberung des weiblichen Geschlechts (im doppelten Sinne) sieht anders aus. Hinzu kommt eine Dreiecksbeziehung, die sich von einer normalen Dreiecksbeziehung insofern unterscheidet, als dass Mios Bruder anscheinend mehr als nur brüderliche Gefühle für sie empfindet. In jedem Fall ist Mio immer hilfloses Opfer männlich-lüsterner Übergriffe, gegen die sie sich zwar wehrt, aber gegen die sie nicht ankommt. Und im Falle von Shoei irgendwann auch gar nicht mehr ankommen will. Kerle sind auch hier, und obwohl ein Manga für ältere Mädchen und Frauen (!), die übermächtigen Macher, gegen die frau, auch wenn sie sich noch so sehr abstrampelt, nicht anstinken kann. Was daran für Frauen erotisch sein soll, ist mir schleierhaft. Mal ganz abgesehen davon, dass Mädchen und Frauen durch solche Mangas ein permanent einseitiges Bild vom Frausein (als hilfloses Opfer) vermittelt wird. Aber da die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt, könnte so etwas wie Charakterentwicklung der Figuren in den nächsten Bänden evtl. noch kommen. *hoff*
© Ulrike Dansauer |