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Tsutomu Nihei
Biomega - Band 1 und 2 Aus dem Japanischen von Costa Caspari Manga, kartoniert
Band 1: Im Jahr 3005 reisen Menschen erstmals seit 700 Jahren wieder zum Mars. In einer herunterge-kommenen Kolonie entdecken die Forscher eine Frau. Bei der Rückkehr zur Erde hat das Raumschiff einen Unfall, und eine der Leichen der Besatzungsmitglieder hat sich mit einem unbekannten Virus infiziert. Dieses Virus, das die Menschen zu gewalttätigen Zombies macht, breitet sich rasend schnell immer weiter auf der Erde aus. Ein halbes Jahr später soll der synthetische Mensch Kanoe Zoichi im Auftrag der Toha-Industries eine »Adaptierte« ausfindig machen: Einen Menschen, der sich zwar mit dem Virus infiziert hat, aber (fast) normal geblieben ist. Band 2: Die Adaptierte Ion Green zu holen, gelingt Kanoe nicht. Sie wird entführt von den Häschern des DRF, die mithilfe einer schwächeren Variante des Virus NSS eine neue Menschheit erschaffen wollen und so willentlich die restliche Menschheit infizieren. Als Kanoe die Zentrale der DRF allein angreifen will, stellen sich ihm Dronen (infizierte Menschen) und Killer in den Weg. Außerdem ist die Zentrale von Toha-Industries durch DRF zerstört worden. Währenddessen trifft der sprechende Bär Koslov, ein Freund von Ion, auf einen weiteren synthetischen Menschen: Nishu Mizunoe. Biomega erinnert nicht nur von den (sehr detaillierten und ziemlich realistischen) Zeichnungen her an ein weiteres Werk Niheis (»Blame!«), sondern auch von der Thematik: auch in Blame! bedroht ein Virus die Welt. Außerdem sind beide Werke dem Cyberpunk-Genre zuzuordnen. Wie in Blame! kommt dieser Manga sehr wortkarg daher, und man muss als Leser viel Aufmerksamkeit mitbringen, um der Handlung zu folgen und seine eigenen Interpretationen des Gelesenen zu finden. Zudem wird viel Gewalt und Blut gezeigt, was nicht jedermanns Geschmack sein dürfte. Meiner Meinung nach wird auch zu wenig über die überbordende Gewalt reflektiert und in diesen beiden ersten Bänden ein zu wenig differenziertes Schwarz-Weiß-Schema aufgebaut. Fazit:
© Ulrike Dansauer |